Rotter Blasmusik: Gemeinsam Spielen für den guten Zweck

Auf dem Parkplatz sitzen die Musiker in gefordertem Mindestabstand beim Benefizkonzert im Biergarten des Bräustüberls.
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Auf dem Parkplatz sitzen die Musiker in gefordertem Mindestabstand beim Benefizkonzert im Biergarten des Bräustüberls.

Die Corona-Regelungen sind gelockert, es dürfen wieder Konzerte stattfinden. Dies hat die Rotter Blasmusik genutzt und im schönen Biergarten des Bräustüberls ein Benefizkonzert gegeben.

Rott – Die Musiker mussten den Abstand von 1,50 Meter einhalten und nahmen deshalb auf dem Parkplatz vor dem Biergarten verteilt Platz. In den Vorjahren hatten sie bereits am gleichen Ort mit großem Erfolg Benefizkonzerte für die First Responder und die Wasserwacht gegeben. Diesmal sollte für die Rotter Tafel gesammelt werden.

Die Vorsitzende der Rotter Tafel, Michaela Arndt, berichtete über die ehrenamtliche Arbeit. So versorgen 27 Ehrenamtliche wöchentlich 102 Personen. Darunter befinden sich 35 Familien. Das sind Bedürftige in Rott und in den Nachbargemeinden von Pfaffing über Griesstätt und Vogtareuth bis Hochstätt. Die Tafel sammelt Lebensmittel von Geschäften, Metzgereien, Bäckereien und Supermärkten ein, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen. Die Vorsitzende der Rotter Blasmusik, Irmi Winkelmaier, warnte die Gäste, dass durch die Abstandsregelung sich die Musiker nicht mehr gegenseitig hören und so es gelegentlich zu einem falschen Ton kommen könne. Doch die Sorge war unbegründet, die Musiker spielten perfekt bayerische und böhmische Blasmusik. Man merkte es ihnen nicht an, dass sie lange Zeit nicht proben und spielen durften.

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Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht der Verein darin, junge Musiker auszubilden. Um den Einstieg zu erleichtern, werden auch Musikinstrumente ausgeliehen. Jeder, der sich für Musikunterricht interessiert, kann sich an Musikmeister Christian Stephan wenden.

Von dem Geld will die Tafel dringend benötigte Grundnahrungsmittel und was sonst noch fehlt einkaufen. Und die Konzertgäste enttäuschten nicht. Kassier Hans Senega sammelte am Ende des Konzerts die Rekordsumme von 1 092 Euro mit seinem Hut ein. Darunter war eine Einzelspende von 200 Euro. Das Team der Rotter Tafel war von dem Spendenergebnis überwältigt und Arndt sagte: „Jetzt bräuchten wir nur noch einige ehrenamtliche Fahrer, die am Dienstag die Waren von den Geschäften abholen.“ Wer sich hier engagieren möchte, sei herzlich willkommen.

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