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Engpass bereitet Sorgen

Rotter Behindertenbeauftragter schlägt Alarm: Mit Handicap ist nichts mit Impfen

Schlägt Alarm:: Richard Helm, der Behindertenbeauftragte in der Gemeinde Rott.
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Schlägt Alarm:: Richard Helm, der Behindertenbeauftragte in der Gemeinde Rott.

Die Sonderimpftage sind vorerst abgesagt – wegen Impfstoffmangel. Alle müssen nach Rosenheim fahren, um sich im Impfzentrum die Spritze setzen zu lassen. Doch was ist mit denen, die nicht gut zu Fuß und nicht mobil sind? Richard Helm, Behindertenbeauftragter in Rott, ist alarmiert.

Rott – Seit Wochen verstärke die Politik den Druck, sich impfen zu lassen. Doch das sei für Personen mit Behinderung zurzeit kaum möglich, stellt Helm fest. Denn sie seien auf ortsnahe Angebote angewiesen. Helm hat nachgefragt bei Hausärzten in Rott, ob es genügend Impfstoffe gibt. Eine Praxis habe nur noch im Februar Termine frei, eine plane im Dezember einen Impftag und die dritte habe zwar noch Impfstoffe, doch sie sei nur über eine Treppe zu erreichen.

Zentren sind überlastet

Die nächste Möglichkeit ist das Impfzentrum in Rosenheim. Die Impfung erfolgt nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung. Doch auch die Impfzentren seien überlastet, vor Ende Februar gebe es kaum noch freie Termine, stellt Helm fest. Bisher setzte er seine Hoffnung auf Sonderimpftage. Doch der Run auf diese Aktionen führt, wie am 25. November im Sportpark Fit und Fun geschehen, oft zu langen Warteschlangen. Dieses lange Anstehen in winterlicher Kälte sei älteren Menschen oder Bürgern mit Behinderung nicht zuzumuten, findet Helm.

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Der Beauftragte hat sich mit seinen Sorgen auch an Bürgermeister Daniel Wendrock gewandt und ihn gebeten, sich dafür einzusetzen, erneut einen Impfbus nach Rott zu holen. Derzeit versucht die Gemeindeverwaltung, eine Möglichkeit zu finden, berichtet Helm.

Auch Schnelltests fast ausverkauft

Er macht auch darauf aufmerksam, dass es im Moment kaum Schnelltests zu kaufen gebe. Auch dazu hat er in Rott bei Geschäften nachgefragt. Sie klagen ebenso wie Apotheken über Lieferprobleme, berichtet Helm. Ein Grund für den Ausverkauf sei zum einen die Einführung der täglichen Testpflicht in Betrieben, ist er überzeugt. Er hat bei seinen Nachfragen außerdem erfahren, dass chinesische Firmen als größte Anbieter der Schnelltests der stark gestiegenen Nachfrage nicht mehr hinterherkommen könnten.

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Der Behindertenbeauftragte empfiehlt der Politik, „jetzt erst einmal für Nachschub zu sorgen, anstatt ständig aufs Neue zum Impfen und zum Testen zu animieren“. Die Frustration sei groß, wenn der Wille da sei, aber kein Weg. Denn für nicht mobile Personen sei die so dringend notwendige Impfung derzeit kaum möglich.

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