Rott will die Elektromobilität fördern

Rott tritt in die Förderung der E-Mobilität ein. Erster Schritt: Ladesäulen.
+
Rott tritt in die Förderung der E-Mobilität ein. Erster Schritt: Ladesäulen.

Rott will sich den ökologischen Herausforderungen stellen. Ein zentrales Thema des neuen Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) ist nach eigenen Angaben der Umweltschutz. Unter anderem steht die Förderung der E-Mobilität im Fokus. Ein erster Schritt ist jetzt gemacht.

Von Richard Helm

Rott –Der Gemeinderat hat ein neues Referat für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ins Leben gerufen. Dieses Amt hat Gemeinderat Matthias Eggerl (CSU) übernommen. Er hat bereits einen Maßnahmenplan mit dem Bürgermeister vereinbart. Unter anderem sollen neue Mobilitätsformen gefördert werden. Für Wendrock ist es ein naheliegender Schritt, an zentralen Punkten Ladestationen für E-Autos und E-Bikes zu installieren.

Eigenregie oder über einen Betreiber?

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ließ sich Wendrock durch den Zweiten Bürgermeister Alfred Zimpel (BfR) vertreten. Es sollte abgewogen werden, ob der Gemeinderat das Aufstellen einer Ladesäule befürworte und ob dies in Eigenregie oder über einen Betreiber erfolgen soll.

Beispiel auf dem Parkplatz der Firma Alpma

Gemeinderat Sepp Kirchlechner (BfR) berichtete von der E-Ladesäule auf dem Parkplatz der Firma Alpma. Diese sei von den Stadtwerken Rosenheim kostenfrei aufgestellt worden und werde von ihnen betrieben. Die einzige Bedingung sei gewesen, eine langfristige Bindung einzugehen. Fraktionskollege Max Zangerl (BfR) betonte, dass Rott mit einem solchen Vorhaben beginnen könne. Franz Riedl (BfR) befürwortet die E-Ladesäule für Elektroautos, meinte aber, dass eine Ladestation für E-Bikes unnötig sei. Die meisten Gastwirtschaften würden eine Lademöglichkeit bieten. Franz Mühlhuber (CSU) wies darauf hin, dass die Anzahl der E-Autos ständig steigen würden, aber er sehe es nicht ein, dass die Gemeinde für etwas zahlen solle, wenn ein Betreiber damit Geld verdiene. Die Kosten müssten im Auge behalten werden. Hans Gilg (BfR) wies auf die Parkplatznot hin. Die Parkplätze für das Aufladen wären verloren, auch wenn keiner Strom tanken wolle.

Lesen Sie auch: Rott gibt Gas beim Umweltschutz

Verwaltungsleiter Max Brockhoff hat bereits mit einigen Anbietern gesprochen. Einer hätte die Erfahrung gemacht, dass die in kleinen Orten aufgestellten Ladesäulen nicht benutzt würden. Hier hielt der Verwaltungsleiter dagegen und betonte, dass Rott für Tagesausflügler interessant sei. Es locken Sehenswürdigkeiten wie die Rokokokirche oder die Strauß-Gruft. Brockhoff warnte davor, die Ladesäule in Eigenregie zu betreiben, ein Abrechnungssystem müsse aufgebaut werden.

Grundsätzlich beschloss der Gemeinderat, dass eine Ladesäule aufgestellt wird. Der Zeitpunkt und die Details müssen noch geklärt werden.

Kommentare