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Verein vor dem Aus?

Rotter Mahner für den Frieden sind in Sorge: Keine Nachfolger in Sicht

Feier bei Bilderbuchwetter: Generalvikar Herbert Weingärtner mit Ministranten vor dem Kriegerdenkmal in Feldkirchen, rechts die Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins mit dem Vorsitzenden Gerhard Stadler, im Hintergrund teilweise durch die alte Linde versteckt die Rotter Blasmusik.
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Feier bei Bilderbuchwetter: Generalvikar Herbert Weingärtner mit Ministranten vor dem Kriegerdenkmal in Feldkirchen, rechts die Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins mit dem Vorsitzenden Gerhard Stadler, im Hintergrund teilweise durch die alte Linde versteckt die Rotter Blasmusik.
  • VonRichard Helm
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Es war ein Tag wie aus dem Bilderbuch: Die kirchliche Feier mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal bildete – dank Fahnenprozession und guter Beteiligung der Bevölkerung – einen festlichen Auftakt für die Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Rott. Trotz strahlendem Sonnenschein gibt es dunkle Wolken am Himmel.

Rott – Vor der Jahreshauptversammlung der Veteranen fand eine kirchliche Feier statt. Sie hat Tradition in Rott. Das „Verlöbnis zur Mutter Gottes von Feldkirchen“ geht bis ins Jahr 1873 zurück.

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Werbung für das bayerische Brauchtum

Den feierlichen Gottesdienst leitete heuer Pfarrvikar Herbert Weingärtner. Nach dem Kirchenbesuch gedachten die Teilnehmer am Kriegerdenkmal der Verstorbenen und Opfer der Kriege. Pfarrvikar Herbert Weingärtner mahnte „zum Frieden in uns, unter uns und auf der ganzen Welt“.

Die Verlöbnis-Feier wurde begleitet von den Fahnenabordnungen der Feuerwehr und des Trachtenvereins und musikalisch begleitet von der Rotter Blasmusik.

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Es war eine Werbung für das bayerische Brauchtum: vorne die Geistlichkeit mit Ministranten, daneben die Fahnenabordnungen und die Bevölkerung und im Hintergrund die Blasmusik vor grünen Wiesen und den blauen Berge bei strahlender Sonne.

Fahnenprozession zum Wirt

Nach drei Ehrensalut verkündete der Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins, Gerhard Stadler: „Jetzt gehma zum Wirt.“ Eine Fahnenprozession zog ins Gasthaus Baumgartner ein.

Gaben dem Fest einen feierlichen Rahmen: die Fahnenabordnungen.

Bei einem Weißwurst-Frühstück begann die Generalversammlung der Veteranen. Etwa 25 Mitglieder waren unter den Fahnenabordnungen und der Blasmusik. Der mit Spannung erwartete Punkt Neuwahlen war gar nicht auf der Tagesordnung, denn es gab keinen, der sich bereitgefunden hätte, das Amt zu übersehen.

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Der Vorstand dankte unter anderem der Gemeinde für die Unterstützung bei der Pflege der Kriegsdenkmäler. So sollen im nächsten Jahr die Buchstaben nachgemalt werden.

Der Tätigkeitsbericht war nur kurz, die Corona-Maßnahmen haben viele Treffen und auch die vergangene Jahresversammlung verhindert.

Ehrung treuer Mitglieder

Franz Hinterlochner, Vorsitzender der Reservisten, berichtete über das Vereinsschießen. Schriftführer Hans Kolbeck verkündete die Ehrungen, die sich in den vergangenen zwei Jahren aufgestaut haben. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Sebastian Aschauer und Franz Grabmaier geehrt. 40 Jahre sind schon Peter Winklmeier, Heinz Schürz, Korbinian Distlberger, Franz Linnerer, Helmut Pauker und Max Mayr dabei. Es gab auch vier Urkunden für 50 Jahre Mitgliedschaft für Georg Dünstl, Wirt Simon Baugartner, Engelbert Giesinger und Gerhard Denk.

Zusammenschluss mit Nachbarvereinen?

Bürgermeister Daniel Wendrock hob die wichtige Rolle des Krieger- und Soldatenvereins hervor. Die Mitglieder würden das Andenken an die Opfer der Kriege hochhalten und für den Frieden mahnen.

Beim Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge, ging es darum, wie es weitergehen soll. Der Vorstand hat bis nächstes Jahr Zeit, einen neuen Vorsitzenden zu finden. Es wird als eher unwahrscheinlich bewertet, dass dies gelingen wird. Deswegen soll auch mit den Nachbarvereinen in Ramerberg und Hochstätt darüber gesprochen werden, ob sich die Rotter Veteranen anschließen können. Gelingt auch das nicht, dann muss sich der Krieger- und Soldatenverein nach 151 Jahren auflösen.

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