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In Rott geboren, geheiratet und geblieben

60 gemeinsameJahre, das „diamantene“ Ehepaar Liesl und Jakob Rothmeier.  Ständer
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60 gemeinsameJahre, das „diamantene“ Ehepaar Liesl und Jakob Rothmeier. Ständer

Stolze 60 Jahre sind sie nun miteinander verheiratet, der Jakob und die Liesl Rothmeier, und das feierte die Familie entsprechend würdig, beginnend mit dem Dankamt in der Rotter Kirche mit Pfarrer Klaus Vogl und Diakon Simon Frank.

Rott–Die beiden gebürtigen Rotter sind aus Rott gar nicht wegzudenken. Beide gingen Rott in der gleichen Klasse zur Schule, damals noch im „alten“ Schulhaus am Schulberg. Dorthin hatte es Jakob am weitesten, denn er wohnte in Zainach, wogegen Elisabeth eigentlich nur ein paar Schrittchen zu laufen hatte vom kleinen Bauernsacherl vom Eibl mit einem kleinen Laden an der Rosenheimer Straße. Da gab es drei Kühe und zwei Rösser für das Fuhrwerk, was Vater Eibl damals auch noch betrieb.

Besser kennengelernt haben sich die beiden in der Katholischen Landjugendgruppe, ineinander „verschaugt“ haben sie sich bei der Hochzeit von zwei Bekannten. Kirchlich geheiratet haben die zwei bei Pfarrer Gruber, der damals beim Bau des Rotter Kindergartens voll engagiert war. Das Hausmeisterhäusl dort war ihre erste gemeinsame Wohnstatt und hier konnte man die technischen Fähigkeiten des jungen Mannes beim Bau des Pfarrsaals gut gebrauchen. Hier wurden die drei Kinder geboren, ein Bub 1958 und zwei Mädchen 1959 und 1961. Sie wuchsen hier auf, und der Pfarrsaal, der Kindergarten und seine Umgebung waren ein höchst willkommener, wenn auch nicht immer ungefährlicher Spielplatz für die drei.

Auch sonst war das Leben dort recht abenteuerlich. Die Jubilare erinnern sich noch an die riesigen Holzscheitel, die man erst klein hacken musste, ehe man sie in die Heizung schieben konnte. Der junge Familienvater arbeitete damals schon bei der Firma Huber in der Innstraße, wohin er täglich zu Fuß hinunter marschierte und abends schnaufend den Vogl bergweg wieder hinauf. Und die junge Frau managte die Familienangelegenheiten und half fleißig im Kindergarten mit, wo Schwester Magda ganz allein mit der großen Kinderschar fertig werden musste.

Neben der Arbeit beim Huber war der Familienvater auch noch in der politischen Gemeinde und in der Pfarrgemeinde engagiert. Von 1960 bis 1990 war mit einer sechsjährigen Unterbrechung im Gemeinderat und darüber hinaus unermüdlich für kirchliche Angelegenheiten tätig, beispielsweise als Obmann im Pfarrausschuss, dem Vorläufer des heutigen Pfarrgemeinderates. Dass man ihn auch über den Ort und die Pfarrei hinaus auch im Dekanat und sogar Diözesanrat brauchte, ist vor allem den älteren Rottern noch in anerkennender Erinnerung.

Die „Liesl“ hatte eigentlich mit der Familie genug um die Ohren, noch dazu, als das Paar 1966 das Grundstück am Gartenweg erwarb und dort das seither bewohnte Einfamilienhaus errichtete. Aber die Familienmutter sang mit Begeisterung in der Liedertafel und war auch für den Theaterverein da. Und als dringend katholische Religionslehrer für die „Volksschule“ gebraucht wurden, machte sie die Ausbildung und unterrichtete das Fach 17 Jahre lang.

Beim diamantenen Hochzeitsfest wurden beim Wirt, begleitet von der Rotter Blasmusik, vielerlei Erinnerungen wach, unter anderem auch die aus heutiger Sicht unzumutbaren Straßenverhältnisse, oder die vielen Vorbehalte gegenüber neuen Gedanken, sogar Kriegserinnerungen tauchten auf. Aber alles in allem freuten sich alle mit dem relativ gesunden Jubelpaar über dieses außergewöhnliche Fest, bei dem natürlich die neun Enkelkinder und vier Urenkel entsprechend gewürdigt wurden, noch dazu, wo der älteste Urenkel nächstes Jahr Erstkommunion hat, wie der stolze Uropa erzählte. ags

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