SPENDEN FÜR TANSANIA

Rosa Kink (85) aus Wasserburg strickt Tierfiguren zugunsten von Partnerdekanat Lupembe

Über 150 Tierfiguren hat Rosa Kink aus Bachmehring schon gestrickt, dabei circa 40 verschiedene Modelle.
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Über 150 Tierfiguren hat Rosa Kink aus Bachmehring schon gestrickt, dabei circa 40 verschiedene Modelle.

Wer am evangelischen Pfarrbüro in Wasserburg an der Surauerstraße vorbeigeht und in das Ausstellungsfenster blickt, findet eine ungewöhnliche Osterdekoration vor. Zahlreiche Stricktiere tummeln sich dort wie in einem exotischen Zoo, alle gefertigt von Rosa Kink aus Bachmehring.

von Karlheinz Rieger

Wasserburg – Die 85-Jährige, die seit ihrer Kindheit gerne strickt, hat erst vor gut drei Jahren ihre Leidenschaft für die Tierfiguren entdeckt und inzwischen über 150 Exemplare gestaltet — über 40 verschiedene Modelle. Die jetzt ausgestellten Exemplare stellte Kink zur Verfügung. Die Stricktiere werden zudem gegen eine Spende zu Gunsten des Schulgeldfonds im tansanischen Partnerdekanat Lupembe abgegeben.

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Ein englisches Buch über gestrickte, exotische Tierfiguren hatte die Leidenschaft von Kink entfacht. Zunächst bremsten die fremdsprachigen Anleitungen ihren Eifer. Mit der Zeit arbeitete sie sich in die Feinheiten der Begriffe und Tricks mit weiteren Büchern ein, so dass die Figuren immer spezieller wurden.

Mehrere gleiche Tiere strickt sie so lange, bis sie davon träumt

Sehr viel gelernt habe sie, schmunzelt sie. Denn Begriffe wie Wickeln oder Wenden, Stricken mit und ohne Randmasche zu unterscheiden, um Pfiff in die Tierfiguren zu bringen, waren und sind immer neu zu beachten. Deshalb nimmt sie sich auch Zeit für ihre Werke und strickt meist mehrere Exemplare.

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Nur, wenn sie von einem Tier, wie bei den Krokodilen, zu träumen beginne, sei Schluss, lacht sie. Das Hobby bestimmt ihren Tagesablauf, vor allem in der kalten Jahreszeit. Wenn es zu warm wird, geht das Stricken nicht mehr so leicht. Dies gelte vor allem, wenn wie beim Igel spezielle Wolle verarbeitet wird, bei der man ohnehin schon besonders aufpassen müsse, erklärt sie.

Alles zu seiner Zeit und nichts übertreiben — Das ist ihr Motto

Vormittags und nachmittags habe sie da ihre festen Zeiten. Um 16 Uhr sei Schluss. Da kämen die Rosenheim-Cops im Fernsehen.

Die gehören wie das Stricken zum Tagesablauf, genauso wie das Lesen sowie die Haus- und Gartenarbeit. Alles zu seiner Zeit und nichts übertreiben, ist ihr Motto für den Tagesablauf, bei dem es ihr nie langweilig wird.

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Bei ihrem Hobby findet sie Entspannung. Beim Maschenzählen lässt sie sich von nichts und niemandem ablenken. Denn wegen eines Fehlers alles wieder aufzutrennen mag sie gar nicht.

Nachdem ihre Verwandtschaft — sie ist auch Schwiegermutter von Pfarrerin Cordula Zellfelder — mit den Stricktieren versorgt ist, heißt es jetzt den richtigen Platz für die Exemplare zu finden und vielleicht dem Einen oder Anderen zu einer Freude oder zu einem Dekorationsstück zu verhelfen. Da kam die alljährliche Unterstützungsaktion des Rosenheimer Dekanates, 3000 Euro für das Partnerdekanat in Lupembe aufzubringen, gerade recht.

Spende finanziert einen Schulgeldfond für Kinder in Tansania mit

Ein Schulgeldfond ermöglicht den Schulbesuch von Kindern. Solange der Vorrat reicht, werden über das Pfarramt unter Telefon 08071/8690 Stricktiere gegen eine Spende abgegeben. Ansonsten lohnt sich ein Osterbesuch im Bereich der evangelischen Christuskirche.

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Neben dem Betrachten einer Ausstellung des Gymnasiums zum diesjährigen Fastenmotto der evangelischen Kirche „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“ im Eingangsbereich des Gotteshauses, können Gläubige auch an einer Wichtelschnitzeljagd teinehmen. Diese erfolgt nach Anmeldung und soll vor allem Familien ansprechen. Unter der Leitung von Luise Kink und Franziska Widmann geben die „Innfische“ hier Gelegenheit, einen kleinen „Schatz“ zu finden. (red)

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