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Nachruf

Rosa Görlich aus Wasserburg im Alter von 91 Jahren verstorben

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Rosa Görlich †

Umsorgt von der Familie und ihrer Betreuerin Katrina entschlief Frau Rosa Görlich im Alter von 91 Jahren.

Wasserburg - Lebensjahr in ihrem vertrauten Heim im Burgerfeld. Geboren wurde sie in Dirnberg, Gemeinde Wang, wo sie mit zwei Schwestern und zwei Brüdern auf einem Bauernhof aufwuchs. Der geliebte Vater kam krank aus dem Krieg zurück und starb früh.

Nur durch den Zusammenhalt der Familie war nun der Alltag zu bewältigen, dadurch wuchsen die Geschwister zusammen und waren für die Verstorbene lebenslänglich sehr wichtig.

In Schambach lernte sie Franz Görlich kennen. Er kam als Flüchtling aus dem Sudetenland, arbeitete in der Landwirtschaft, wie zu dieser Zeit auch Rosa und machte zugleich eine Zimmererlehre. 1950 gaben sie sich das „Ja-Wort“ und zogen nach Wasserburg, wo sie mit den Schwiegereltern zusammen ein Haus in der Georgstraße bezogen. Ihr Ehemann machte sich selbstständig und belieferte mit seinen Lastwagen Bau-firmen mit Sand, Kies und Zement.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

1957 starb Franz Görlich völlig überraschend im Alter von 34 Jahren durch eine Gehirnblutung und hinterließ seine junge Frau mit drei Kindern im Alter von zwei, drei und sechs Jahren. Mit unglaublicher Kraft und das ihr eigene Gottvertrauen führte sie den Betrieb weiter, schaffte es, zudem liebevoll für ihre Kinder da zu sein.

Trotz dieser schweren Zeit half sie Mitmenschen in Not, kümmerte sich, wo Hilfe benötigt wurde. Zur Entspannung widmete sich besonderen Bastelarbeiten-wenn Zeit blieb.

Als die Kinder auf eigenen Beinen standen, veräußerte sie den Betrieb und arbeitete bis zum Rentenalter in Gabersee in der Wäscherei. Jetzt fand sie Zeit für Theater- und Operettenbesuche, entwickelte ihren Sinn für Schönes und Besonderes.

So fertigte sie kunstvolle Weihnachtskarten oder Ostereier, bastelte filigrane Strohsterne, die sie großzügig verteilte. Manche ihrer Kunstwerke kann man noch an den Christbäumen in Kirchen bewundern.

Sie war außerdem aktives Mitglied im Caritas-Helferkreis, gehörte 25 Jahre der Kolpingsfamilie an und langjähriges rühriges BRK-Mitglied.

Rosa Görlich reiste auch gerne, mit dem Auto voller gleichgesinnter Damen, dem Ausflugs-Reisebus oder via Flugzeug zur Tochter nach Kanada.

Ihre Familie war bei der siebenfachen Groß- und fünffachen Urgroßmutter jedoch immer an erster Stelle und ihre Lieben verwöhnte sie, wie auch den Freundeskreis, lange mit selbst gebackenen Köstlichkeiten.

Der frühe Tod ihres geliebten Sohnes Franz vor eineinhalb Jahren traf sie schwer und raubte ihr viel Lebenskraft. Nun wurde sie selbst „coronabedingt“ im kleinen Kreis im Altstadtfriedhof verabschiedet.

Das Requiem zelebrierte Stadtpfarrer Bruno Bibinger. Für langjährige Mitgliedschaft bedankten sich Manfred Ehrler für Kolping und Freddy Eisner für das BRK und begleiteten Rosa Görlich mit den Vereinsfahnen auf ihrem letzten Erdenweg.

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