Romed-Klinik Wasserburg: „Aufstieg in eine andere Liga“ in Sachen Dialyse-Versorgung

Präsentieren das neue Akutdialyse-Gerät (von links): Dr. Gordon Hoffmann, Chefanästhesist und ärztlicher Direktor; Maria Maier und Lothar Bader, Fachkräfte für Krankenpflege.
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Präsentieren das neue Akutdialyse-Gerät (von links): Dr. Gordon Hoffmann, Chefanästhesist und ärztlicher Direktor; Maria Maier und Lothar Bader, Fachkräfte für Krankenpflege.

Die Romed-Klinik Wasserburg baut ihr Leistungsspektrum in der medizinischen Versorgung mit einem neuen Akutdialyse-Gerät aus. Damit werde eine viel umfassendere intensivmedizinische Behandlung für Nieren-Patienten möglich werden, kündigt Chefanästhesist Dr. Gordon Hoffmann an.

Wasserburg – Nach dem Ausbau der Kapazitäten im Intensivbereich im Zug der Corona-Pandemie setzt die Romed-Klinik Wasserburg nach eigenen Angaben den nächsten Meilenstein, was den Umfang der medizinischen Versorgungsmöglichkeiten betrifft. „So können ab sofort mittels eines speziellen Akutdialyse-Geräts Nierenersatzverfahren gewährleistet werden, ohne, dass eine Verlegung der betroffenen Patienten in größere Kliniken nötig ist“, so Pressesprecherin Claudia Meyer.

Nun Versorgung in Wasserburg möglich

Im Zuge von schweren Grunderkrankungen oder auch nach größeren chirurgischen Eingriffen kommt es immer wieder vor, dass die Nieren ihre Funktion einstellen. Im Idealfall regenerieren sich diese nach kurzer Zeit von selbst, aber bis dahin müssen die lebenserhaltenden Funktionen, die die Niere leistet, ersetzt werden. Bisher wurden Patienten in so einem Fall in nahegelegene, größere Kliniken gebracht. 

Ab sofort kann auch die Romed-Klinik Wasserburg mit einem entsprechenden Gerät aufwarten. „Damit steigen wir in eine andere Liga auf“, betont Chefanästhesist Dr. Gordon Hoffmann. Bei akutem Nierenversagen könne nun vor Ort ein kontinuierlicher Funktionsersatz sichergestellt werden.

Blutreinigung rund um die Uhr

„Das Therapieangebot ist nicht zu verwechseln mit einer Dialyse, die man gemeinhin vom chronischen Nierenversagen kennt“, erklärt Dr. Hoffmann. Während bei einem langfristigen Verlust der Nierenfunktionmehrmals wöchentlich der Gang ins Dialysezentrum ansteht, wo das Blut innerhalb weniger Stunden „gewaschen“ wird, gewährleistet das neue Nierenersatzgerät kontinuierliche Blutreinigung rund um die Uhr. „Das ist weniger belastend für den Organismus, der dann ohnehin schon meist durch die akute Krankheitssituation geschwächt ist.“

Personal ist bestens geschult

Der Entschluss, ein solches Gerät anzuschaffen, sei einerseits durch die Herausforderungen mit Covid-19 entstanden. „Da hat man gemerkt, dass bei bis zu zwei Dritteln der sehr schwer erkrankten Patienten auch die Niere mit angegriffen war“, so Dr. Hoffmann. 

Zwar habe es in Wasserburg die Notwendigkeit eines Nierenersatzverfahrens im Zuge von Covid-19-Erkrankungen nicht gegeben, dennoch sei die Anschaffung des Akutdialyse-Geräts ein wichtiger Schritt, um künftig gewappnet zu sein.

Auch der Blick auf die Entstehung der neuen Wasserburger Kliniken als leistungsfähiger Gesundheitscampushat die Entscheidung beeinflusst. Dort werde eine viel umfassendere intensivmedizinische Behandlung möglich werden, wozu das kontinuierliche Nierenersatzverfahren einen wesentlichen Teil beitragen könne. „Die erste Anwendung steht noch aus, aber das Personal ist bestens geschult und das Gerät ist einsatzbereit“, so Dr. Hoffman.

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