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500 Tage Bürgermeister (Teil 3)

Garser Bürgermeister Robert Otter: „Wir sind fähig, etwas zu bewegen“

Bürgermeister Robert Otter vor dem Rathaus. Die Corona-Pandemie habe seinen Start ins Amt erschwert, wenngleich viele Termine zunächst ausgefallen seien.
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Bürgermeister Robert Otter vor dem Rathaus. Die Corona-Pandemie habe seinen Start ins Amt erschwert, wenngleich viele Termine zunächst ausgefallen seien.
  • VonBruno Münch
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Gars - Robert Otter (parteiunabhängig) ist seit 500 Tagen Bürgermeister in Gars. Im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen zieht er Bilanz und spricht über die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die finanzielle Lage der Gemeinde und seine Wünsche für die Zukunft.

Wie hat Corona in den ersten 500 Tagen Ihrer Amtszeit mitregiert?

Robert Otter: Mitregiert kann man nicht sagen, aber auf alle Fälle hat die Pandemie das Arbeiten erheblich beeinträchtigt. Der einzige kleine Vorteil war, dass man durch Corona mehr Einarbeitungszeit hatte, da viele Termine, vor allem die Abendtermine, nicht stattgefunden haben.

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Dieser Punkt steht aber in keinem Verhältnis zu den vielen Nachteilen, die diese Pandemie mit sich brachte. Bürgerversammlungen, das Volksfest und anderweitige Treffen fielen aus. Beeinträchtigungen gab es auch in den Arbeitsabläufen der Verwaltung, nicht zu vergessen die zu erwartenden finanziellen Ausfälle bei der Gewerbe- und Einkommenssteuer, die Liste ließe sich noch erweitern.

Während der Amtszeit Ihres Vorgängers war ein Abriss und Neubau der „alten Grundschule“ geplant. Dieses Vorhaben ist aufgegeben worden, das Gebäude soll saniert werden. Wie kommt das Projekt voran?

Otter: Die Vorplanung ist abgeschlossen und wir sind aktuell dabei, ein Architekturbüro zu beauftragen, welches die endgültige Planung übernimmt. Hier sollen dann Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung geschaffen werden (Kinderkrippe, Kindergarten, Kinderhort). Die übrigen Räume wollen wir für die gesamte Bevölkerung zur Nutzung bereitstellen.

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Des Weiteren wollen wir auch einen Waldkindergarten als zusätzliches Angebot zum bestehenden Kindergarten bauen. Allein das Genehmigungsverfahren für diese Waldkindergartengruppen hat unglaublich lange gedauert. Durch diese nicht eingeplante Verzögerung ist unser Ziel, den Waldkindergarten schon in diesem Kindergartenjahr in Betrieb zu nehmen, leider weit nach hinten gerückt. Die Genehmigung liegt aber nun vor, sodass wir endlich mit der Ausschreibung der Gebäude beginnen können.

Sie hatten die Absicht, das Amt des Bürgermeisters unter das Motto „Freude am Menschen“ zu stellen. Den Bürgern wollten Sie viel Raum für eigene Initiativen geben. War das realistisch?

Otter: Ja, ich denke, auf jeden Fall! Wir haben zwei schöne Beispiele für Bürgerinitiativen in unserer Gemeinde: Da ist zum einen der Bauernmarkt in Gars, der jeden zweiten Samstag im Monat auf dem Marktplatz stattfindet und der sehr gut angenommen wird.

Zum anderen hat sich noch eine weitere Initiative aus der Bürgerschaft hervorgetan und mit der Gründung der Inn-Hügel-Land-Energiegenossenschaft jetzt auch ein Zeichen für die Energiewende in unserer Gemeinde gesetzt. Dies sind für mich klare Zeichen, dass wir in der Gemeinde fähig sind, etwas zu bewegen und voranzubringen, so darf es gerne weitergehen.

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Wie sieht es in der Gemeinde mit den Finanzen aus?

Otter: Leider nicht so gut, und wenn man die bevorstehenden Bauvorhaben betrachtet, wird sich die Lage nicht so schnell verbessern. Neben den genannten Ausgaben für den Waldkindergarten und für die alte Grundschule ist auch noch die Mittelschule zu sanieren, die Kläranlage zu erweitern, das Feuerwehrhaus in Lengmoos zu bauen und der Breitbandausbau im Rahmen der Gigabitrichtlinie zu realisieren. Ganz abgesehen von den laufenden Ausgaben beziehungsweise Aufgaben wie Straßenertüchtigungen, Unterstützung der Vereine und so weiter.

Worauf freuen Sie sich morgens, wenn Sie ins Rathaus gehen?

Otter: Natürlich auf die immer hochmotivierten, fleißigen und freundlichen Mitarbeiter in Rathaus, Bauhof und Kläranlage – und meistens auch auf die neuen Aufgaben, die der Tag so mit sich bringt.

Wenn Sie einen Wunsch für Ihre Gemeinde frei hätten, dann…

Otter: … würde ich mir wünschen, dass alle Bürgerinnen und Bürger gesund bleiben und zufrieden und glücklich miteinander leben, dass kein Neid aufkommt und jeder erkennt, wie gut es uns doch eigentlich geht, zumal wir auch noch in so einer schönen Gegend wohnen können.

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