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Forschungsarbeit von Robert Obermayr

Studie über Wasserburger Widerständler: „Jetzt kommt da Estermann, da Kriag is gar“

Die Fotografie, dessen Urheber unbekannt ist, zeigt den Einmarsch der Amerikaner in Wasserburg Anfang Mai 1945.
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Die Fotografie, dessen Urheber unbekannt ist, zeigt den Einmarsch der Amerikaner in Wasserburg Anfang Mai 1945.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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„Weiße Fahnen raus! Schluss! Weiße Fahnen raus. Und dann war‘s gar, dann war der Kriag gar.“ Das beschrieb Josef Estermann in Interviews über das Kriegsende in Wasserburg, als er als Widerständler in einer geklauten SS-Uniform mit den Panzern der US Army in die Stadt einfuhr. Robert Obermayr hat zum Thema eine Forschungsarbeit verfasst.

Wasserburg – „Jetzt kommt da Estermann, da Kriag is gar“ – in seiner Studie schildert der Wasserburger Robert Obermayr kenntnis- und detailreich die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Wasserburg und den Übergang von der NS-Diktatur in die unmittelbare Nachkriegszeit. Die Wasserburger Zeitung hatte anlässlich des Jubiläums „75 Jahre Krieg“ im Mai 2020 ausführlich über die Recherchen von Obermayr berichtet.

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Als Grundlagen dienten ihm neben den Spruchkammerverfahren zur Entnazifizierung beispielsweise auch verschiedene Akten und Quellen aus dem Wasserburger Stadtarchiv.

Arbeitete seit etwa sechs Jahren an einer Studie über den Wasserburger Josef Estermann: Robert Obermayr.

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Obermayrs Forschungsergebnisse veröffentlicht der Heimatverein in der neuesten Ausgabe von „Heimat am Inn 39/40“, die am Montag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr im Rathaussaal vorgestellt wird.

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Im Mittelpunkt steht dabei die Person Josef Estermanns, dem einstigen KP-Aktivisten und ersten Bürgermeister Wasserburgs nach dem Zweiten Weltkrieg, mit dessen Lebensgeschichte sich der Autor intensiv beschäftigte.

War Insasse im KZ Dachau, Korbmacher, Kommunist und Widerständler: Josef Estermann, der für ein knappes Jahr Nachkriegsbürgermeister in Wasserburg wurde.

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Estermanns Rolle im Widerstand wird genauso kritisch und präzise analysiert, wie die Beteiligung der Wasserburger NS-Eliten an der örtlichen Folgeaktion der „Freiheitsaktion Bayern“. Obermayr legt damit auch die erste zusammenhängende Darstellung des Kampfgeschehens um die Stadt am Inn vor.

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Bitte beachten: Zugang zur Veranstaltung entsprechend der 3-G Regel – Bitte Nachweis am Eingang vorzeigen; Maskenpflicht im Gebäude bis zur Einnahme eines festen Sitzlatzes; Bitte Abstand von 1,5m beachten.

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