Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Schweres Schuljahr durch Umzug und Corona

Rektorin der Schule in Rott: „Ich war oft der Prellbock für besorgte Eltern“

Probleme mit dem Onlinunterricht gab es vielerorts, auch an der Schule in Rott. Die schwankende Qualität in Struktur und Unterrichtsvorbereitung sprach Schulverbandsmitglied Josef Kirchlechner (BfR) an.
+
Probleme mit dem Onlinunterricht gab es vielerorts, auch an der Schule in Rott. Die schwankende Qualität in Struktur und Unterrichtsvorbereitung sprach Schulverbandsmitglied Josef Kirchlechner (BfR) an.
  • VonRichard Helm
    schließen

„Es war kein einfaches Jahr“, sagt Rektorin Manuela Strobl, die im Schulverband für Rott, Ramerberg und Griesstätt berichtete. Manche Eltern forderten von ihr massiv, sich über die Corona-Bestimmungen des Schulamtes hinweg zusetzen.

Rott – Rektorin Manuela Strobl berichtete zudem, „es galt aber nicht nur die Pandemie zu bewältigen, sondern auch den Umzug in das Übergangsquartier zu stemmen“.

Auch interessant: Rott verleiht erstmals Bürgermedaille und bedankt sich für besondere Verdienste

Die Grund- und Mittelschule stand in dem Schuljahr 2020/21 vor großen Herausforderungen. Im Herbst zog die gesamte Schule in die Container um. Dann kamen die Corona-Einschränkungen und Vorschriften. Immer sehr kurzfristig informiert, galt es schnellstens Hygiene- und Abstandsvorschriften umzusetzen. Dann gab es den Online-Unterricht, dann wieder den Präsenzunterricht mit Masken und Testungen.

Umsetzung des Onlineunterrichts besser koordinieren

Hier wandte Schulverbandsmitglied Josef Kirchlechner (BfR) ein, dass es bei dem Onlineunterricht durchaus Unterschiede gegeben habe. Sein Kind hatte das Glück, an Onlineunterricht teilzunehmen, der gut vorbereitet und klar strukturiert war.

Andere Eltern berichten von schlecht vorbereiteten Onlinestunden ihrer Kinder, es gab keine Erläuterungen und wenig Aufgaben. Hier war die Unterstützung der Eltern dringend notwendig. Das sei aber nicht in jeder Familie so möglich. Josef Kirchlechner forderte die Schulleitung auf, die Umsetzung des Onlineunterrichts besser zu überwachen.

Rektorin Manuela Strobl gab zu, des es Anfangsschwierigkeiten gab und anfangs sich einige Lehrer sträubten. Aber es werden Lehrerfortbildungen für Onlineunterricht angeboten.

Rektorin war der Prellbock für manche Eltern

Strobl hatte alle Bestimmungen des Kultusministeriums umzusetzen und war andererseits der Prellbock vieler besorgter Eltern, wie sie berichtet.

„Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder, einige verlangen nicht nur die Aufhebung der Maskenpflicht und das Weglassen der Tests“, berichtet die Rektorin.

Das könnte Sie auch interessieren: Baustelle: Alpma-Kreuzung auf der B15 bei Rott ist bis 28. August gesperrt

Manche Eltern forderten massiv, dass sich die Rektorin über die Bestimmungen des Schulamtes hinwegsetzen solle und die Rotter Schule zum Vorreiter einer Schule ohne Corona-Auflagen werden sollte.

Doch Strobl konnte natürlich hier nicht aus. Sie habe sich mit dem Elternbeirat verständigen und konstruktiv zusammenarbeiten können. Nicht einfach waren auch die Bewertungen der Leistungen für Schüler, die auf eine weiterführende Schule wollten.

Weitere Berichte aus dem Raum Wasserburg

Die Schulleiterin berichtete, dass man hier den Schülern und Eltern entgegengekommen musste. „Es ist schwierig, in nur acht Wochen Präsenzschule einen Schüler auch zu bewerten.“ Natürlich gebe es bei den Jugendlichen vereinzelt Defizite. Abhilfe schaffen soll hier die Sommerschule, die in der ersten Ferienwoche stattfand.

„Zum Glück war das Wetter nicht so besonders, so dass 33 Schüler teilgenommen haben. Davon waren 20 aus der Grundschule“, so Strobl. Mit Hilfe von Studentinnen und einer Berufsschullehrerin konnten in kleinen Gruppen das Versäumte zum Teil nachgeholt werden.

In der letzten Woche der Ferien soll es noch eine Einheit Sommerschule geben. Strobl beklagte, dass sie hierfür noch keine Verträge habe, genau so wenig wie für das kommende Schuljahr. Die Zusage für die Sommerschule erreichte sie erst eine Woche vorher.

Problem nach Übertritt sind Rückkehrer

Im neuem Schuljahr werden drei zweite Klassen zu zwei dritten Klassen zusammengelegt. Zu ihrer Erleichterung wird die durchschnittliche Klassenstärke 25 nicht übersteigen.

Im neuen Jahr ist unter dem Motto „Brücken bauen“ Förderunterricht geplant. Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) lobte die Schulleitung und die gesamte Schule, sie hätten zusammen „Herausragendes gemeistert“. Auffällig sei der Anstieg der übertrittswilligen Schüler.

Lesen Sie auch: Warten auf Neubau: Rotter Schulverband lehnt Luftreiniger für „Containerschule“ ab

Hier entgegnete Rektorin Strobl, dass seit Jahren immer mehr Schüler auf Realschule und Gymnasium wollen, sei nicht das Problem. Zum Problem werden zu oft die Rückkehrer, die sich nicht integrieren können.

Kommentare