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Junge Leute helfen

Rekorderlös für Hilfstransporte aus dem Chiemgau in den Balkan

Ganzjährig verlädt „Junge Leute helfen“ Hilfstransporte aus dem ganzen Chiemgau im Lager in Kienberg. Hilfe, die ankommt, und die viele Menschen in den fünf unterstützen Balkanstaaten benötigen.
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Ganzjährig verlädt „Junge Leute helfen“ Hilfstransporte aus dem ganzen Chiemgau im Lager in Kienberg. Hilfe, die ankommt, und die viele Menschen in den fünf unterstützen Balkanstaaten benötigen.

Die Balkanhilfe „Junge Leute helfen“ mit Sitz in Obing hat einen Rekorderlös von über 520.000 Euro gesammelt und über 20.000 Hilfspakete gespendet.

Obing – Die Balkanhilfe „Junge Leute helfen“, ein Netzwerk von kirchlichen Gruppen aus 120 Pfarreien zwischen Inn und Salzach mit Sitz in Obing, hat im Jahr 2021 einen Rekorderlös von über 520.000 Euro gesammelt. Dies sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der erste Vorsitzende Hubert Zeltsperger in einer Pressemitteilung erklärt. Beeindruckend sind auch diese Zahlen: Über 20.000 Hilfspakete wurden von der Bevölkerung gespendet. Diese wurden mit über 850 Paletten Lebensmitteln auf 60 Sattelzügen trotz Pandemie in die Krisenregionen der Länder Kosovo, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Kroatien sicher überbracht. Dort fallen immer mehr Menschen in bittere Armut.

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„Infolge harter Lockdowns und unterbrochener Güterströme sind die Läden auf dem Balkan vielfach leer“, erzählt Pfarrer Ludwig Westermeier als geistlicher Leiter des Vereins von den Erfahrungen seiner aktuellen Balkanreise.

Der Caritasdirektor von Sarajevo, Pater Mirco Simic, berichtet, dass die Arbeitslosigkeit explosionsartig auf 37 Prozent gestiegen ist. Besonders hart treffe es die Rentner, die von durchschnittlich 200 Euro Rente leben müssen und häufig pflegebedürftig sind. Dazu kommen jene, die überhaupt kein regelmäßiges monatliches Einkommen haben. Zusätzlich mache den Menschen die Preiserhöhungen für Sprit, Strom, Mehl, Reis, Nudeln, Fleisch und Brennholz Angst. Täglich erreichen Hilfsgesuche von bedürftigen Familien aus den verschiedensten Pfarreien die Caritaszentrale.

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Ihnen kann mit den Hilfsgütern aus dem Chiemgau nun wieder geholfen werden. Über 40.000 Euro wurden für Kühe, Schafe, Schweine und Gewächshäuser gespendet. 23.000 Euro gehen in die Ausbildung von 20 Studenten. Diese Nachhaltigkeitsprojekte tragen die größten Früchte und geben die meiste Hoffnung, so die Organisatoren.

Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch hunderte von Helfern aus verschiedensten katholischen Gruppen sowie den Pfarrgemeinderäten aus 120 Pfarreien. Viel ehrenamtliches Engagement war dazu notwendig.

Von dem Zentrallager in Kienberg – mit einer Logistik von 20.000 Bananenkisten auf Paletten und Staplern – starten die wöchentlichen Hilfstransporte. Auf dem Zentralkonto und an den Paketannahmestellen gingen geschätzt über 7000 Einzelspenden ein.

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Viele Aktionen wie Klopfersingen, Adventsmärkte oder Punschverkauf waren auch diesmal nur vereinzelt möglich, aber so manche Sternsingeraktion hat wieder kräftig gesammelt. Mit der „Aktion Kilo“ warben Jugendgruppen vor Supermärkten um Lebensmittelspenden. Insgesamt wurden über 1000 liebevoll gefüllte Pakete gepackt, die ein frohes Weihnachten in viele arme Häuser brachten.

60 Hilfstransporte überbrachten 850 Tonnen Hilfsgüter oder geschätzte eine Million Mahlzeiten, die insbesondere in drei Armenküchen in Zagreb, Sarajevo und Pristina mit über 1500 Bedürftigen täglich verteilt werden. Regelmäßig erfolgt durch sieben Caritaszentralen in den fünf Ländern und deren weitverzweigtem Netz an Pfarr-Caritasstellen die Verteilung von Lebensmittel an bedürftige Familien. In Krankenhäusern, Alten- und Waisenheimen erreicht die Hilfe vor Ort besonders die sozial Schwachen.

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Hier sind die großzügigen Firmenspenden hervorzuheben, welche oft ganze Sattelzüge an Spendenware zur Verfügung stellen. Hinzu kommen viele Firm- und Landjugendgruppen aus der Region sowie ein treues „Rentnerteam“ um Lagerleiter Sepp Mittermaier, die wöchentlich etwa zehn bis 15 Tonnen Hilfsgüter ganzjährig auf den Weg bringen. Besonderer Dank gilt der Gemeinde Kienberg und ihrem Gemeinderat für die Bereitstellung einer alten Salzhalle, die dieses Hilfswerk logistisch ermöglicht. Weitere Informationen sind beim Vereinsvorsitzenden Hubert Zeltsperger von „Junge Leute helfen“ unter Telefon 08624/18 33 sowie unter www.junge-leute-helfen.de erhältlich.

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