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Bürgerversammlung Nummer 2 in Wasserburg

Reitmehringer warten auf Entscheidungen

Reitmehringer Anliegen standen im Fokus der zweiten Bürgerversammlung. Rathauschef Michael Kölbl (links) stand Rede und Antwort.
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Reitmehringer Anliegen standen im Fokus der zweiten Bürgerversammlung. Rathauschef Michael Kölbl (links) stand Rede und Antwort.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Reitmehring erwartet eine Mammutbaustelle: die Auflösung des Bahnübergangs an der B 304. Doch es ist noch lange nicht soweit. Überhaupt: Es gibt einige weitere Entscheidungen in Reitmehring, auf die die Bürger gespannt warten.

Reitmehring – Auch in Reitmehring war das Interesse an der ersten Bürgerversammlung nach zwei Jahren Zwangspause nicht groß: Etwa 50 Gäste kamen. Reger als in der Stadtversammlung fiel jedoch die Diskussion in der Aula der Schule aus.

Bürgermeister Michael Kölbl referierte eine gute Stunde über die wichtigsten Vorhaben der Kommune. Im größten Stadtteil steht seit Langem der Kanalneubau von der Bahnhofstraße bis zur Pumpstation auf dem Meggle-Gelände im Fokus. Kosten: 1,6 Millionen Euro. Die Großbaustelle mit zwischenzeitlichen Straßensperrungen gehe nun im Norden weiter. Die zeitliche Verzögerung erklärt Kölbl mit einem Asphaltmangel im Frühjahr – Auswirkung der Rohstoffkrise, die jetzt auch Wasserburg erreicht habe.

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Als „Drama“, im wortwörtlichen Sinne, charakterisierte der Bürgermeister den Umbau des Bahnübergangs Viehhausen. Hier waren am unbeschrankten Übergang zwei Menschen bei Unfälle mit Zügen ums Leben gekommen. Ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren ist laut Kölbl am Grunderwerb gescheitert, jetzt läuft ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren. „Ich nehme die Bahn selten in Schutz, in diesem Fall mache ich es jedoch“, sagte der Rathauschef.

Auflösung des Bahnübergangs

Größtes Bauvorhaben der Zukunft wird jedoch die Auflösung des zentralen Bahnübergangs ander B 304. Für 2022 ist der Planfeststellungsbeschluss angekündigt worden, so Kölbl. Fraglich ist, ob sich der Baustart mit Untertunnelung weiter herauszögern könnte, weil eventuell noch geklagt wird.

Verspätung habe auch die Elektrifizierung des Filzenexpresses und des damit einhergehenden S-Bahn-Anschlusses von Reitmehring. Hier hakt es, weil Ausgleichsflächen für den Kiebitz fehlen. Ohne sie kann das Planfeststellungsverfahren nicht eingeleitet werden, so Kölbl. Für 220.000 Euro sei jedoch schon der Park-and-Ride-Platz am Bahnhof erweitert worden. 2022 sollen weitere Fahrradstellplätze entstehen.

Für den neuen Stadtbus, der im Halbstundentakt fährt, kündigte Kölbl an, dass die Anbindung von Attel und Reitmehring-Süd sowie neuem Großklinikum noch verbessert werden soll. Er erklärt auf Anfrage von Stadtrat Dr. Hermann Budenhofer, dass die Reitmehringer jetzt bis Staudham und Attel zum günstigen Stadtbustarif fahren können. Das ist eine wichtige Neuerung, denn in Reitmehring gibt es keinen Supermarkt.

Das sind die Sorger der Reitmehringer

Die Schulwegsicherheit im Bereich Meggle ist ein Dauerthema in Reitmehring – und war es auch bei der Bürgerversammlung. Der Gehweg im Bereich Werkseinfahrt sei angesichts des Lkw-Verkehrs gefährlich, hieß es. Bürgermeister Michael Kölbl und Polizeichef Markus Steinmaßl berichteten von Versuchen, Lösungen zu finden, Steinmaßl erklärte die Rechtslage, die wenig Handlungsspielraum gebe. Zu Lösungsansätzen gehört der Einsatz von Schulweghelfern, was jedoch daran gescheitert sei, dass sich keine Ehrenamtlichen gefunden hätten.

Grundsätzlich stellte ein Bürger aus Reitmehring-Süd die Frage, ob der Stadtteil nicht in Wasserburg benachteiligt werde. Reitmehringer Anliegen fänden im Vergleich zu den Wünschen der „Stoderer“ nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen gebühren würden. Kölbl wies die Kritik zurück und erinnerte an die Investitionen, die die Stadt hier getätigt habe – angefangen von der Sanierung des Bahnhofsgeländes bis zu Kanalbau und Sanierung von Schule und Kindergarten.

Kritik am Zustand von Straßen und Radwegen

Ein Graben entlang der Bahn, der regelmäßig von Wildwuchs befreit und ausgebaggert wird, bereitet Bürgern Sorge. Ortsfremde Pflanzen wachsen hier viel zu schnell heran. Außerdem gab es Nachfragen zur Tatsache, dass derzeit der Kanal in Reitmehring mit Kameras befahren wird. Bürgermeister Michael Kölbl erklärte, die Untersuchungen seien gesetzlich vorgeschrieben und kein Grund zur Besorgnis. Kritische Stimmen aus der Einwohnerschaft gab es zum Zustand von Radwegen zwischen Gabersee und Reitmehring. Auch die Bahnhofstraße habe stark gelitten. Die Decke müsse dringend repariert werden. Hier stehe eine Generalsanierung an, versprach Kölbl. Außerdem gab es Kritik an schlecht beleuchteten Straßenbereichen. Und am Zustand der alten Unterführung. Erneut im Fokus stand die verwirrende Steuerung der Lichtanlage am Bahnübergang. Er habe es aufgegeben, hier bei der Bahn auf Besserungen zu pochen, bedauerte der Rathauschef diesbezüglich.

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