Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Aus dem Gemeinderat Reichertsheim

„Es schaut gut aus“: Gemeinderat verabschiedet Haushalt

Ländliche Idylle in Reichertsheim: Auch finanziell ist die Welt hier in Ordnung.
+
Ländliche Idylle in Reichertsheim: Auch finanziell ist die Welt hier in Ordnung.
  • VonKarlheinz Günster
    schließen

Der Reichertsheimer Gemeinderat hat den Haushalt verabschiedet. „Es schaut gut aus“, fasste Bürgermeister Franz Stein (Bürgerliste) das Zahlenwerk zusammen. Trotz Mehrkosten beim Rathaus habe die Gemeinde die Schulden reduzieren können.

Reichertsheim – Geplant ist ein Überschuss des Verwaltungshaushaltes als Zuführung zum Vermögensetat mit einer Summe von gut 254.000 Euro. Davon geht allerdings die Tilgung von Krediten über 236.000 Euro noch ab. Die Gewerbesteuer, höhere Zuweisungen und eine verhältnismäßig geringere Umlage sorgen für eine günstige Entwicklung der Haushaltslage, erklärte Kämmerin Sandra Winkler, damit sei ein Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben „problemlos“ möglich.

Ein eigenes Thema sind heuer die Rücklagen. Die sogenannte Allgemeine Rücklage schrumpft von 229.000 Euro um 31.000 Euro. Neu sind aber Sonderrücklagen für die Feuerwehrfahrzeuge, einmal für Reichertsheim mit einem geplanten Stand von 120.000 Euro und für Ramsau mit 40.000 Euro. Vorgesehen ist eine jährliche Steigerung um je 40.000 Euro. Außerdem gibt es noch eine dritte Sonderrücklage für die Heizungsanlage in der Florianstraße mit angepeilten 9000 Euro.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Die Schulden betragen 1,7 Millionen Euro bei 1643 Einwohner. Dafür sind 17.000 Euro Zinsen zu bezahlen. Ende des Jahres sollen diese Verbindlichkeiten 1,4 Millionen Euro betragen, so die Kämmerin.

Die wichtigsten Investitionen

Zu den wichtigsten Investitionen zählt das Herrichten eines Spielplatzes in Reichertsheim für 30.000 Euro, die Umstellung zweier Straßen auf LED-Beleuchtung für 20.000 Euro, der Kauf eines Salzsilos für 35.000 Euro, Hochwasserschutz für 30.000 Euro, die Reparatur der Ramsauer Kläranlage für 30.000 Euro, Montage einer Fotovoltaikanlage auf dem Bauhof für 40.000 Euro, Fernwärme in der Florianstraße für 30.000 Euro und die Rathaussanierung mit Außengestaltung für 455.000 Euro.

Das könnte sie auch interessieren: Die Entwässerung von Bergham bereitet dem Gemeinderat Reichertsheim Sorgen

Kämmerin Sandra Winkler erwähnte Mehrkosten beim Rathausneubau, aber dass auch die hohen Zuschüsse der Regierung bis auf die Schlussrate ausbezahlt seien. Jetzt gehe es darum, ob diese zusätzlichen Ausgaben unter die Förderung fallen. Auf Nachfrage ergänzte Bürgermeister Franz Stein (Einigkeit Ramsau), dass es dabei nicht alleine ums Rathaus gehe, sondern auch um den Altbau des früheren Kindergartens und dessen Verbindungsbau. Details dazu könne man erst zu einem späteren Zeitpunkt beziffern.

Flurbereinigung fiel Corona zum Opfer

Bedingt durch die Corona-Pandemie entfielen Maßnahmen innerhalb der Flurbereinigung weitgehend, denn dafür sind Versammlungen erforderlich. Somit stehen dieses Jahr 520.000 Euro zur Verfügung.

Ein Auge wirft der Rat auf die Personalkosten des Kindergartens, da es in der Vergangenheit zu Steigerungen gekommen war. Einstimmig beschloss der Rat die Haushaltszahlen.

Die wichtigsten Zahlen

Der Verwaltungshaushalt erreicht 3,5 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt knapp 2,2 Millionen Euro. Die Hebesätze betragen 400 Prozent für die Grundsteuern A und B, das ergibt Einnahmen von 86.500 Euro und 117.000 Euro. 350 Prozent beträgt der Hebesatz für die Gewerbesteuer, was einer Million Euro entspricht. Der Einkommensteueranteil erreicht 921.000 Euro, für den Straßenunterhalt erhält die Gemeinde 93.000 Euro und als Schlüsselzuweisung fast 246.000 Euro.

Auf der Ausgabenseite betragen die Schulverbandsumlagen 164.000 Euro, die Gewerbesteuerumlage 120.000 Euro, die Kreisumlage eine gute Million Euro, die Verwaltungsgemeinschaft mit Kirchdorf 328.000 Euro.

Mehr zum Thema

Kommentare