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Lesen ohne Limit

Büchertausch steht jetzt auch in Reichertsheimer Bankhaus hoch im Kurs

Vor dem gut sortierten Bücherregal: Christian Gäßl, Vorstand der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth und Maria Mirz, Initiatorin des „öffentlichen Bücherregals“ in Reichertsheim, freuen sich über die rege Nutzung des Angebots.
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Vor dem gut sortierten Bücherregal: Christian Gäßl, Vorstand der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth und Maria Mirz, Initiatorin des „öffentlichen Bücherregals“ in Reichertsheim, freuen sich über die rege Nutzung des Angebots.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Soyen war die erste Gemeinde in unserer Region, die „Book crossing“ anbot. Initiatorin war damals Büchereifachfrau Christa Knörr. Das „öffentliche Bücherregal“ hat inzwischen einige Nachahmer gefunden.

Reichertsheim /Gars/Unterreit/Soyen – Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, da berichteten wir in unserer OVB-Heimatzeitung vom „Book crossing“ in Soyen. Mit Unterstützung der Raiffeisenbank Rechtmehring-Soyen-Albaching (RSA), wie das RSA Bankhaus damals noch hieß, startete in Soyen als erster Gemeinde im Landkreis Rosenheim das Projekt „Öffentliches Bücherregal“. Initiatorin war damals Büchereifachfrau Christa Knörr. Inzwischen hat das System im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung viele Nachahmer gefunden.

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Spielregeln sind ganz unkompliziert

Die Spielregeln sind dabei ganz unkompliziert: Man bringt einfach ein Buch von zu Hause mit und nimmt sich dafür ein anderes aus dem Regal – das Ganze kostenfrei und ohne Registrierung. Auch eine Rückgabepflicht entfällt, man kann jederzeit hinbringen, abholen oder tauschen, zu den üblichen Öffnungszeiten der Bank.

Inzwischen finden sich öffentliche Bücherregale in der Sparkasse Gars und in der Filiale der Raiffeisenbank Stadl/Unterreit. Jüngstes Bankhaus mit Buchverleih ist die Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth freut sich über ein weiteres „öffentliches Bücherregal“, das seit gut zwei Monaten in der Filiale Reichertsheim steht. Maria Mirz hatte die Idee dazu. Die 63-Jähre ist gebürtige Reichertsheimerin und liest von Haus aus gern. Um jedem Lesehungrigen den Genuss von Krimis, Literatur und Sachbüchern zu ermöglichen, machte sie sich daran, in ihrer Heimatgemeinde auch ein Bücherregal mit Lesestoff bereitszustellen. „Jeder kann sich ja nicht leisten, ständig neue Bücher zu kaufen, und so kann man sich kostenlos austauschen und das Angebot ist immer wieder neu und vielfältig“, erhofft sie sich von ihrem Projekt.

Als das Rathaus neu gebaut wurde, dachte sie daran, das kostenlose Tauschangebot dort zu etablieren, doch der neue Bürgermeister Franz Stein machte einen anderen Vorschlag: „Fragen Sie doch mal bei der Bank, dort ist das Foyer rund um die Uhr geöffnet. Das könnte doch noch besser passen.“

Und siehe da: Bei der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth stieß die Bücherfreundin auf offene Ohren. „Das zwei Meter breite und deckenhohe Bücherregal musste ich allerdings selbst mitbringen“, erklärt sie. Das bestätigt auch Christian Gäßl, Vorstand der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth. Inzwischen sind die Regalbretter fast vollständig mit Büchern und Zeitschriften gefüllt. Es sei quasi ein Selbstläufer, so die beiden einstimmig.

Das Angebot wird gut genutzt und durch den Austausch wechselt es ständig. Romane, Krimis, Zeitschriften, Sachbücher – die Themen sind vielfältig.

„Einmal die Woche gehe ich in die Bank und schaue nach dem Rechten. Dann ordne ich die Bücher neu und freue mich, dass das Angebot so gut angenommen wird“, beschreibt Maria Mirz weiter. „Das musste ich dem Bankvorstand versprechen, damit es immer ordentlich aussieht.“

Bücherschränke in Wasserburg

Hier darf man von einem tollen Angebot reden: Tür auf, Griff ins Regal, Tür zu, keine Registrierung. Dank öffentlicher Bücherregale, in Wasserburg Bücherschränke genannt, kommt man an Lesestoff. Vier davon gibt´s: am Bahnhofsplatz vor dem Bürgerbahnhof, am Bahnhof in Reitmehring, in der Brunhuberstraße im Burgerfeld an der Bushaltestelle St. Konrad und in der Burgau gegenüber dem Betreuungszentrum Wasserburg.win

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