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Verständnis, aber keine Solidaritätsbekundung

Regionalplan: Darum hält Wasserburg sich raus

Wasserburg ist ein Mittelzentrum und darf sich weiter siedlungsmäßig weiter entwickeln – auch wenn die baulichen Möglichkeiten auf der Innschleife aufgrund der historischen Bausubstanz und der Flächenknappheit begrenzt sind.
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Wasserburg ist ein Mittelzentrum und darf sich weiter siedlungsmäßig weiter entwickeln – auch wenn die baulichen Möglichkeiten auf der Innschleife aufgrund der historischen Bausubstanz und der Flächenknappheit begrenzt sind.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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5000: Diese Zahl aus dem Regionalplanentwurf bringt derzeit viele Kommunen im Wasserburger Land auf die Palme – nur die Stadt nicht. Das hat gute Gründe.

Wasserburg – Im Entwurf für die Teilfortschreibung des Regionalplanes für Südostoberbayern steht, dass sich die Siedlungsentwicklung in Zukunft auf Orte mit über 5000 Einwohnern und guten Anschlüssen an das Bus- und Bahnnetz konzentrieren soll. Wasserburg ist also nicht betroffen.

Kein Bekenntnis der Solidarität

Im Bauausschuss war trotzdem zu spüren, dass es Verständnis für Nachbargemeinde n gibt, die sich in ihrer Zukunftsfähigkeit beschnitten sehen. Auch im Stadtrat und weiteren Ausschüsse war schon mehrfach die Frage in den Raum gestellt worden, ob sich die Stadt nicht solidarisch erklären müsse oder solle mit den betroffenen Nachbarorten.

Wasserburg wird sich jedoch raushalten. Die Stadt wird keine eigene Stellungnahme abgeben, beschloss der Bauausschuss jetzt endgültig einstimmig.

Die Zurückhaltung hat zwei Gründe. Wasserburg ist nicht betroffen – als nach wie vor klar deklariertes Mittelzentrum mit vielen überörtlichen Einrichtungen der Infrastruktur und sehr gut durch einen eigenen Bahnhof an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Es gibt sogar einen Stadtbus, der im Halbstundentakt fährt. Außerdem: Wasserburg steht im Grundsatz hinter den Zielen des neuen Regionalplans, wie sich im Ausschuss herausstellte.

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Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) erklärte, im Entwurf stehe, dass Orte mit unter 5000 Einwohnern sich nicht überdurchschnittlich entwickeln sollten. Ansiedlungen und bauliche Entwicklungen seien weiterhin möglich, nur halt nicht im großen Stil.

Doch was ist eine überdurchschnittliche Entwicklung? Eine Kleinstadt wie Wasserburg drückt den Durchschnitt runter, zeigte Christian Stadler, Fraktionsvorsitzender der Grünen, Verständnis für die Sorgen der Dörfer rundum. Trotzdem sei es nach wie vor nicht unmöglich für Orte unter 5000 Einwohnern, sich zu entwickeln, ist er überzeugt.

Kommune steht hinter den Kernzielen

Der Bauausschuss diskutierte nicht lange, beschloss einstimmig, sich der positiv formulierten Stellungnahme des Bayerischen Städtetags anzuschließen. Grundsätzlich gebe es schließlich viele begrüßenswerte Punkte im über 100 Seiten langen Entwurf zur Fortschreibung des Regionalplans, der Teil eines Verfahrens zur Änderung des Landesentwicklungsprogramms sei. Kernbotschaft sei es unter anderem, für gleichwertige Lebensverhältnisse im Freistaat zu sorgen, flächendeckend die digitale Infrastruktur auszubauen, auf den Klimawandel einzugehen, ein nachhaltiges Wassermanagement anzustreben – mit besonderen Blick auf die Trinkwasserversorgung – und neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln. All diese Ziele begrüße die Stadt ausdrücklich.

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