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Vor Rückbau der Ortsdurchfahrt sinnvoll

Regenwasserkanalsanierung in Albaching steht zuerst an

Eine sinnvolle Reihenfolge: erst die Kanalarbeiten, dann die Straße.
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Eine sinnvolle Reihenfolge: erst die Kanalarbeiten, dann die Straße.
  • VonIrmi Günster
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Als sehr bedenklich“ und in Teilen erbärmlich bezeichnete Albachings Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) in der Gemeinderatssitzung den Zustand des Regenwasserkanals. Anlass, diesen genauer unter die Lupe zu nehmen, bot der für das kommende Jahr geplante Rückbau der Ortsdurchfahrt.

Albaching – Um zu verhindern, dass man nach Fertigstellung des Rückbaus wegen notwendiger Kanalsanierung die Straßen nochmals aufreißen müsste, habe die Gemeinde bereits jetzt den Zustand untersuchen lassen und ein Planungskonzept für die Sanierung sowie die wasser-rechtlichen Genehmigungen in Auftrag gegeben. Dieses Konzept stellte Johann Hollaus vom Ingenieurbüro Europplan vor.

Laut Schreyer befindet sich die Gemeinde bei diesem Thema in einer Art Zwiespalt: Einerseits sei man mit den strengen Vorschriften konfrontiert, andererseits sei der schlechte Zustand nun deutlich geworden. Gerne hätte man das Thema noch rausgeschoben, aber aufgrund des geplanten Rückbaus doch vorgezogen.

Der Experte wies in seinem Vortrag darauf hin, dass es im Bereich des Wasserrechts keinen Bestandsschutz gebe und ein solches Kanalnetz immer nach den neuesten gesetzlichen Richtlinien und Vorgaben instand zu setzen sei. Spätestens nach 20 Jahren sei dies der Fall. Derzeit finde ein großer Umbruch bei den Richtlinien statt, wobei man davon ausgehen müsse, dass die neuen strenger als die alten ausfallen dürften, insbesondere im Bereich der Reinigung.

Versickerung vor Rückleitung bevorzugt

Laut Hollaus sind die anfallenden Wassermengen insgesamt höher als die zulässige Einleitungsmenge, sodass eine Rückhaltung notwendig werde, zumal man von einer Verschärfung bezüglich der Einleitungsmengen ausgehen müsse. Das Bestreben des Wasserwirtschaftsamtes sei es, so wenig wie möglich abzuleiten, sondern stattdessen zu versickern. Hier komme die Flächenversiegelung ins Spiel. Mit Rigolen sei eine unterirdische Versickerung möglich. Diese würden in Form einer Kiesrigole oder nach dem Bierkastenprinzip eingebracht. Allerdings bräuchten sie viel Platz.

Im Anschluss an den Vortrag bestand für die Gemeinderäte die Möglichkeit, Fragen zu stellen. August Seidinger (GWA) fragte nach den Kosten und ob die Bodenverhältnisse bei den Untersuchungen berücksichtigt worden seien. Die Kosten konnte Hollaus nicht beziffern. Er gab die Beantwortung der Frage an den Bürgermeister weiter, der hierzu auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung verwies. Bejahen konnte der Sachverständige die Frage nach der Bodenbeschaffenheit. Nach der Versickerung erfolge die Ableitung des Überschusswassers in den Nasenbach.

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Gemeinderätin Marlene Langmeier (GWA) fragte nach dem Rohrmaterial, vor allem im Hinblick auf die Haltbarkeit. Rohre in dieser Dimension würden in Stahlbeton gefertigt, antwortete Hollaus. Hier könne man von einer Haltbarkeit von rund 80 Jahren ausgehen, allerdings stünden Einzelteile des Kanals erfahrungsgemäß nach etwa 20 Jahren wieder zum Austausch an. Ein künftiger Austausch könne aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Aufgraben erfolgen. Allerdings gebe es natürlich auch hierfür keine 100-prozentige Garantie. Gemeinderat Andreas Heinz (GWA) fragte nach der Rigolenversickerung. Laut Hollaus sind wegen des vorab erwähnten Platzbedarfs keine Kieskoffer, sondern Kunststoffkästen als Rigolen vorgesehen. Diese seien auch in der Wartung günstiger. Dem Verschlammen werde durch Sedimentationsschächte vorgebeugt.

Fördermittel vermutlich nicht möglich

Der Zweite Bürgermeister Sebastian Friesinger (GWA) stellte fest: „Wir suchen nach Fördermitteln.“ Ob es für eine sehr umweltfreundliche Umrüstung Zuwendungen gebe, wollte er wissen. Hollaus verneinte dies. Derzeit gebe es nur Zuschüsse für eine Sanierung, die an einige Faktoren gekoppelt sei. Ansonsten sei in diesem Zusammenhang alles gestrichen worden.

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