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Kampf gegen die Pandemie

Recipharm erweitert Standort Wasserburg für die Produktion von Corona-Impfstoffen

Stolz auf die Produktionserweiterung sind – hier im Recipharm-Laborbereich – die Spezialisten Sandra Kolbeck und Dr. Georg Hierl.
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Stolz auf die Produktionserweiterung sind – hier im Recipharm-Laborbereich – die Spezialisten Sandra Kolbeck und Dr. Georg Hierl.

Mit Hochdruck arbeitet Recipharm in Wasserburg derzeit an der Herstellung von Arzneimitteln mit biologisch-biochemischen Wirkstoffen. Dazu gehören auch diverse Impfstoffe. Für die Erweiterung der Produktion baut das Unternehmen mit Hauptsitz in Schweden am Standort Wasserburg derzeit umfangreich aus.

von Karlheinz Rieger

Wasserburg –So manchem Autofahrer, der von Süden her die Rosenheimer Straße in Richtung Wasserburger Altstadt befährt, werden auf dem Gelände von Recipharm die neu errichteten Container auffallen. Hauptgrund für deren Existenz ist die Erweiterung der Produktpalette des global agierenden Arzneimittelwerkes.

Neues Labor für Analyse und Prüfung

Dafür wurde im Bestandsgebäude auf etwa 180 Quadratmetern ein neuer Laborbereich geschaffen. Ihm mussten seit dem Sommer Büroräume und das Archiv weichen. Etwa 40 Arbeitsplätze, die vornehmlich die Lieferketten von Auftragserteilung bis zur Auslieferung betreffen sowie zur Kundenbetreuung dienen, ziehen derzeit nach und nach um, teilt Recipharm mit. Wenn alles möbliert ist und die IT sowie die Telefone funktionsfähig angeschlossen sein werden, kann ab Dezember in den für bis zu fünf Jahren nutzbaren Räumen der Betrieb anlaufen, so die Unternehmensleitung.

Produktion für klinische Studien

Recipharm hat neue Büro-Container aufgestellt. Sie schaffen mehr Platz für die Verwaltung von der Auftragserteilungbis zur Auslieferung.

Im neuen Laborbereich werden biochemische und molekularbiologische Analysen durchgeführt, die für die Prüfung der neuen Produkte notwendig sind. Im Zentrum steht die Covid-Pandemie-Bekämpfung, die auch die Entwicklung weiterer Impfstoffe gegen die neuen Varianten des Virus nötig macht, teilt Recipharm mit. Seit Kurzem werde deshalb mit Hochdruck in Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Biotechnologie- Unternehmen ein neuer mRNA-Impfstoff für klinische Studien produziert. In einem globalen Wettbewerb versuchte und versucht Recipharm nach eigenen Angaben, möglichst schnell auf die Anforderungen der Pandemiebewältigung zu reagieren. Das erforderte zunächst den Umbau im Bestandsgebäude und damit die Auslagerung von Büroarbeitsplätzen in das neue Nebengebäude. Weiterhin würden dringend noch ein Hochregallager und ein Administrationsgebäude benötigt, so der technische Leiter, Robert Fiedler.

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Zwischen 70 und 100 neue Arbeitsplätze sollen im kommenden Jahr zusätzlich entstehen, sofern sich das akademische Fachpersonal und qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Bereiche Labor und Maschinenführung finden. Ziel sei zudem, den Standort Wasserburg dauerhaft zu sichern.

„Was man sich vor eineinhalb Jahren noch nicht recht vorstellen konnte, ist nun mit Innovationskraft, Mut und Sachverstand an einem optimalen Standortkonzept umgesetzt worden“, so der Leiter für Qualität Dr. Thomas Becker, der ebenso wie Robert Fiedler stolz ist auf die kurze Zeit der Umsetzung der Produktionserweiterung. Im Mai 2020 sei mit der Planung der Impfstoffproduktion begonnen worden. Und nach der Feststellung, ein Labor für biochemische Analytik werde hierfür nötig, habe Recipharm Wasserburg seit Juni 2021 zielstrebig an der Umsetzung des Vorhabens gearbeitet. Geschafft habe es das Unternehmen aber nur, da hausintern genügend Fachleute zur Verfügung gestanden und Genehmigungsverfahren nicht lange gedauert hätten.

Referenzbetrieb für Kühltechnik

Die neue Kühltechnik: Hier könnten Impfstoffe gelagert werden, betonten Dr. Thomas Becker und Robert Fiedler (von links).

Außerdem ist in den Garagen der ehemaligen Straßenmeisterei eine moderne Kühltechnik eingebaut worden, die auch die Lagerung von Impfstoffen im Bereich von minus 70 Grad ermöglicht. Sie funktioniere Luft basiert und komme ohne umweltgefährdende Kältemittel aus. Daher sind die Kühlaggregate mit dem Siegel „No Global Worming Potential“ versehen und machen Recipharm zu einem Referenzbetrieb in diesem Anwendungsbereich, so diee Unternehmensleitung.

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