CORONAKONFORME AKTION

Rechtmehringer Landjugend packt für „Warten auf’s Christkind“ Bastelpakete für „dahoam“

Die Eltern-Bestellungen für die Kinder-Bespaßung werden von Sophia Manzinger (links) Franziska Egger verladen ausgefahren.
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Die Eltern-Bestellungen für die Kinder-Bespaßung werden von Sophia Manzinger (links) Franziska Egger verladen ausgefahren.

„Warten aufs Christkind“ bei der Rechtmehringer Landjugend kann wegen Corona nicht in der gewohnten Form stattfinden. Daher haben sich die jungen Leute etwas ausgedacht, um die Eltern mit einem „Bespaßungspaket“ zu entlasten.

Von Franz Manzinger

Rechtmehring – Seit vielen Jahren beschäftigt die Rechtmehringer Landjugend mit ihrer Aktion „Wir warten aufs Christkind“ zahlreiche Kinder der Gemeinde am Heiligen Abend. Sind es 15 oder vielleicht 20 Jahre? So genau weiß das keiner mehr. Auf alle Fälle betreuen die Landjugendmitglieder Jahr für Jahr ungeduldig auf’s Christkind wartende Kinder ab dem Kindergartenalter im Rechtmehringer Pfarrheim. Hier wird gebastelt, gemalt, gespielt, vorgelesen und zusammen so manches Hot-Dog gegessen. Punsch gibt es auch dazu. Anschließend gehen die etwa 30 Kinder gemeinsam zur Kinderchristmette. Ihre Eltern können in dieser Zeit in Ruhe die Vorbereitungen für das Fest treffen. So war es jedenfalls bisher immer.

Antwort auf Corona-Auflagen

Doch in diesem Corona-Jahr stellte sich die Frage, wie dieses Ziel heuer unter den nun noch verschärften Corona-Auflagen verfolgt werden kann. Franziska Egger und Sophia Manzinger von der Landjugend fanden eine Antwort: „Wir warten aufs Christkind – dahoam“ ist die Parole.

Was steckt dahinter? Anstatt im Pfarrheim zu basteln, haben die Kinder die Möglichkeit, zuhause durch Bastelangebote, das Bemalen von Mandalas oder das Lesen einer schönen Weihnachtsgeschichte die Wartezeit bis zur Bescherung zu überbrücken.

Instagram und Facebook

Die Frage war nur, ob dieses Angebot angenommen wird? Neben einem Hinweis in der Wasserburger Zeitung sowie dem Aushang in lokalen Geschäften verbreiteten viele Landjugendmitglieder den Flyer über die sozialen Medien WhatsApp, Instagram und Facebook. Völlig unklar war, wie die Resonanz der Eltern sein wird. Diese war jedoch überwältigend und mit Anmeldungen für 50 Kinder komplett überraschend für die Vorstandschaft.

Von zehn verschiedenen Bastelangeboten wählten die Eltern vor allem Schneekugeln aus Marmeladengläsern und Zuckerstangen aus Perlen und Nagelbretter aus. Die Materialien hierfür liefert die Landjugend extra, nur die Basic-Sachen wie Kleber oder Tonpapier werden nicht gestellt. Jedes Angebot verpacken die Organisatoren in einer extra Tüte. Um unnötige Verpackungen zu vermeiden, bastelten Mitglieder der Rechtmehringer Landjugend zuhause über 140 Tüten aus Zeitungspapier. Die Zusammenstellung erfolgte natürlich unter den aktuell geltenden Hygienebestimmungen.

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Heute, am Heiligen Abend, werden die 140 Tüten von den Jugendlichen per „Landjugendkurier“ an die Eltern der 50 Kinder verteilt. Das Organisationsteam denkt, glaubt und hofft, dass die Kinder bei diesen Basteleinheiten ähnlich viel Spaß und Freude haben wie im Pfarrheim und die Eltern etwas entlastet sind.

Die Aktion fand nicht nur in der Rechtmehringer Pfarrei Anklang, sondern auch den umliegende Landjugenden gefiel der Ursprungsgedanke und sie organisierten eine ähnliche Aktion.

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Umfangreiches Bastelmaterial war erforderlich. Aus den Marmeladen-Gläsern werden Schneekugeln.
Packen die Päckchen: Sophia Manzinger (rechts) und Franziska Egger.

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