Rechtmehring und Maitenbeth: Digitale Schule bewährt sich in Corona-Krise

Lernen mit dem IPad: Schon Grundschüler profitieren von einer guten digitalen Ausstattung, hat die Corona-Pandemie am Beispiel Rechtmehrinng und Maitenbeth gezeigt.
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Lernen mit dem IPad: Schon Grundschüler profitieren von einer guten digitalen Ausstattung, hat die Corona-Pandemie am Beispiel Rechtmehrinng und Maitenbeth gezeigt.

Für jeden Grundschüler ein eigenes IPad: Dies hat sich der Schulverband Rechtmehring-Maitenbeth zum Ziel gesetzt. Denn die Digitaliserung der Bildungseinrichtungen hat sich während der Corona-Krise mit Homeschooling bewährt.

Von Franz Manzinger

Rechtmehring/Maitenbeth – Der Freistaat Bayern gewährt im Rahmen des Digitalpaktes Fördergelder in Höhe von 70.628 Euro für die beiden Schulstandorte Rechtmehring und Maitenbeth. Hier soll die digitale Ausrüstung weiter ausgebaut werden, denn der Einsatz von IPads und gute Internetverbindungen haben sich während des Homeschoolings als Folge der Corona-Krise bewährt, hieß es in der Sitzung des Schulverbandes Rechtmehring-Maitenbeth.

Er ist zuständig für zwei Bildungseinrichtungen: die Grundschule Rechtmehring und die Grundschule Maitenbeth. Der Bürgermeister von Rechtmehring, Sebastian Linner, ist Vorsitzender des Schulverbandes. Linners Stellvertreter ist Bürgermeister Thomas Stark aus Maitenbeth.

In der aktuellen Sitzung des Schulverbandes stand das Thema digitale Schule im Fokus. Hier sind die beiden Grundschulen bereits top aufgestellt, wollen jedoch weiter investieren.

Jeder Schüler erhält ein eigenes Gerät

Die ESIS-Cloud-Lösung im Schulverband wird erweitert, beschloss die Versammlung. Damit können 100 Benutzer darauf zugreifen. Hier geht es vorwiegend um online bereitgestellte Hausaufgaben.

Die Schulen haben ein Medienkonzept aufgestellt, das Informationen zur Ausrichtung und Fortführung des digitalen Unterrichts bietet. Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der Bildungseinrichtungen gezeigt, dass die Investitionen in die Digitalisierung der Schule sinnvoll waren. Die Lehrkräfte konnten auf verschiedene Cloud-Lösungen, interaktive Padlets und E-Mail- Verteilmöglichkeiten zugreifen. Diese Möglichkeiten sollen in der Zukunft erweitert werden. Externe Firmen werden die Schule dabei unterstützen, so der Vorschlag.

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Für den Schuljahresbeginn in diesem Jahr werden Whiteboards für Rechtmehring angeschafft, im Schuljahr 2021 für Maitenbeth. In Bezug auf die Beschaffung der Endgeräte überlegten die Mitglieder des Schulverbandes, diese Anschaffung elternfinanziert zu lösen. Es geht um die Beschaffung von zwei Klassensätzen IPads für alle Schüler. Die Kosten für die Konfiguration und für die Apps übernimmt der Schulverband.

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Die Geräte müssen in das bestehende Schulnetzwerk eingefügt werden. Nötig sind Hülle, Stift und Gorilla-Glas zum Schutz des Displays. Außerdem müssen Nutzungsvereinbarungen abgeschlossen werden, um eine freie Verfügbarkeit der Geräte unter Kontrolle der Eltern zu ermöglichen. Ein positiver Effekt wäre, dass jeder Schüler ein eigenes Gerät zur Nutzung in der Schule wie auch zuhause hätte.

Junge, technikaffine Lehrkräfte

Einigkeit bestand im Gremium darüber, dass die Digitalisierung ein wichtiges Thema ist und bleibt. Derzeit ist der Verband in der glücklichen Lage, dass die Schulen junge, technikaffine Lehrer haben. Es werden schon Apps genutzt, sodass für Schüler und Lehrer die Digitalisierung mehr und mehr in den Schulalltag einzieht.

Die Schulen in Rechtmehring und Maitenbeth sind bereits jetzt gut ausgestattet mit Technik. Teilweise kommen Lehrkräfte anderer Bildungseinrichtungen nach Rechtmehring und Maitenbeth, um sich den Umgang mit dem IPad erklären zu lassen, hieß es in der Versammlung.

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