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Loni Tröstl wünscht sich eine Hundewiese im Ort

Wie sich eine Zwölfjährige aus Rechtmehring für ihren Hund „Pablo“ im Gemeinderat einsetzt

Loni Tröstl mit ihrem 16 Monate alten Mischlingshund „Pablo“.
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Loni Tröstl mit ihrem 16 Monate alten Mischlingshund „Pablo“.
  • VonFranz Manzinger
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Da staunten die Gemeinderäte in Rechtmehring nicht schlecht: Der Antrag für eine Hundewiese in der Gemeinde kam von einer 12-jährigen Waldorfschülerin aus Rechtmehring. Loni Tröstl setzt sich damit für ihren Mischlingshund „Pablo“ ein. Wie der Gemeinderat auf die junge Antragstellerin reagierte.

Rechtmehring – Mit Anträgen und Anfragen muss sich der Gemeinderat Rechtmehring des Öfteren beschäftigen, doch dass die Antragstellerin erst 12 Jahre alt ist, kam bisher noch nie vor. Loni Tröstl aus Rechtmehring wagte den Schritt und reichte bei der Gemeinde den Antrag auf eine Hundewiese ein. Dafür zollte ihr das Gremium großen Respekt. Der Hundewiese allerdings wollte das Gremium nicht zustimmen. Bürgermeister Linner (Wählergemeinschaft Rechtmehring) erklärte, er könne sich keine Hundewiese vorstellen und werde diesen Antrag ablehnen. Einstimmig lehnte auch der Gemeinderat den Antrag ab.

Diese Tatsache, dass sich die junge Waldorfschülerin an den Gemeinderat gewendet hatte, fanden die Räte so gut, dass sie beschlossen, man solle der Sechstklässlerin eine erläuternde Antwort zukommen lassen. Die Ablehnung des Antrags solle entsprechend nett formuliert werden, so das Gremium. Unsere Heimatzeitung sprach im Nachgang zu dieser Geschichte mit der Antragstellerin Loni Tröstl:

Loni, was bewegt ein junges Mädchen wie Dich, der Gemeinde einen Brief zu schreiben?

Loni Tröstl: Ich habe selber einen Hund und war mit ihm zufällig auf einer Hundewiese in Burghausen. Das hat mir und meinem „Pablo“ sehr gut gefallen. Und die Hunde werden auch in Rechtmehring immer mehr. Ich glaube, das hat auch mit Corona zu tun. Und ich möchte natürlich nicht oft weitwegfahren, nur wegen der Hundewiese.

Aber gleich einen Brief schreiben, der dann im ganzen Gemeinderat in öffentlicher Sitzung behandelt wird?

Loni: Wir haben das auch in der Schule. Es gibt den Unterschied von einem sachlichen Brief und einen persönlichen Brief. Dies war ein sachlicher Brief.

Ich habe mit meinen Eltern gesprochen und die haben gesagt, das kann ich machen. Sie haben den fertigen Brief dann auch noch kurz durchgeschaut. „Aber nur die Rechtschreibfehler“, sagt Papa Bernhard schmunzelnd.

Warst Du aufgeregt beim Briefschreiben?

Loni: Eigentlich nicht viel.

Wie muss man sich so eine Hundewiese vorstellen?

Loni: Es ist ein eingezäuntes Gelände, auf dem zwei oder mehrere Hunde frei laufen können und herumtollen können. Es sollte zum Beispiel eine Bank drin sein, auf die sich die Hundebesitzer ausruhen können. Sonst braucht nicht viel drin sein. Auch braucht kein Hundeparkour oder so was Ähnliches drin sein.

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Was hat der Bürgermeister geantwortet?

Loni: Sie fanden es eine tolle Idee, wenn eine Jugendliche einen Brief schreibt. Aber die Gemeinde hat keinen Platz dafür. Aber wenn ich einen Platz wüsste, dann soll ich mich bei der Gemeinde melden.

Bist Du jetzt enttäuscht?

Loni: Nein, nicht sehr. Ich habe selber schon überlegt, wo wir in Rechtmehring so eine Wiese anlegen können, aber mir ist auch noch kein Platz eingefallen.

Wo hast Du denn Deinen Hund her?

Loni: Aus der Nähe von Waldhausen bei Schnaitsee. Dort werden Hunde vermittelt, oft vom Ausland. Unter www.dogship-bayern.de kann man sich informieren.

Hast Du einen Wunsch oder eine Frage an die Zeitungsleser?

Loni: Ja. Ich möchte fragen, wer Platz für eine Hundewiese hätte. Vielleicht kann man sich dort zum Spielen mit den Hunden treffen? Oder wenn jemand was weiß: Bitte sagt es mir, oder auch dem Bürgermeister.

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