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Appell: „Die Pläne im Auge behalten“

Realschule Wasserburg verabschiedet ihre Absolventen

Absolventen der Realschule Wasserburg im Rathaussaal
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Zwei Mal ein gefüllter großer Rathaussaal: Die Familien genossen einen kurzweiligen Festakt.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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160 Schülerinnen und Schüler verabschiedete die Realschule Wasserburg. Im Interview verraten die besten Absolventen ihre Zukunftspläne.

Wasserburg - Schon vom Wetter her stand das Fest der Realschule unter günstigen Vorzeichen: Die große Hitze war gewichen, Lehrer, Schulabgänger und Eltern konnten die Zeugnisausgabe ohne witterungsbedingte Qualen genießen. Insgesamt 160 Absolventen der 10er-Klassen nahmen im Rathaussaal ihre Urkunden in Empfang.

Zwei Durchgänge waren notwendig

Wegen der großen Zahl gab es am Donnerstag zwei Durchgänge – die eine Hälfte war am Vormittag dran, die andere am Nachmittag. Den Zuschauern wurde eine jeweils ansprechende Inszenierung mit viel Musik geboten, beide Male blieben nur wenige Plätze frei.

Belastung durch Corona

Die stellvertretende Schulleiterin Monika Tonte blickte zur Eröffnung auf die starken Belastungen durch Corona zurück, brachte aber auch ihre Freude über den würdigen Rahmen für die Abschlussfeier zum Ausdruck. Die Neuntklässler Johanna Kipnick und Josefine Baumgartner waren mit der Moderation betraut worden, einer Aufgabe, der sie charmant nachkamen. Der stellvertretende Landrat Josef Huber machte ihnen unter dem Beifall des Publikums dieses Kompliment: „So eine nette Begrüßung habe ich schon lange nicht mehr gehabt.“

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Huber wies die Absolventen darauf hin, dass nun für sie der Ernst des Lebens beginne. „Ihr könnt jetzt mit Stolz sagen, euren Abschluss gemacht zu haben. Dafür gratuliere ich ganz herzlich. Ihr habt Großartiges geleistet, besonders in den vergangenen zwei Jahren, ihr habt Grund zum Feiern.“ Und er empfahl den Schulabgängern: „Behalten Sie Ihre Pläne immer im Auge, bedenken Sie aber auch: Der Weg ist das Ziel.“ Ein Richtungswechsel bei der Berufswahl sei kein Unglück: „Ihnen steht die Welt offen.“

Bürgermeister: „Für die Zukunft seid ihr gerüstet“

Bürgermeister Michael Kölbl sprach in seinem Grußwort von einem „ganz besonderen Tag und einem ganz besonderen Jahrgang“. Die Schüler hätten die Herausforderungen „sehr, sehr gut“ gemeistert. Es habe auch Höchstleistungen im sportlichen, ehrenamtlichen und kulturellen Bereich gegeben. „Für die Zukunft seid ihr gerüstet“, betonte Kölbl. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien trotz der „unklaren Weltsituation“ auf dem Arbeitsmarkt bestens. Zudem wünschte Kölbl dem scheidenden Leiter der Realschule, Markus Hösl-Liebig, alles Gute für seine neue Aufgabe als Realschul-Ministerialbeauftragter.

Von Werner Gartner, Zweiter Bürgermeister der Stadt Wasserburg, gab es dieses Lob: „Ihr, liebe junge Erwachsene, habt einen guten Job gemacht.“

Elternbeirat mahnt an: „Ihr müsst in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen“

Als Vertreter des Elternbeirats mahnte Anton Schillhuber die Schulabgänger mit den Worten: „Wenn ihr was macht, macht es anständig.“ Und er fügte hinzu: „Ihr müsst in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen und kümmert euch um die Schwachen.“

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Schülersprecher Martin Feldhauser betonte, in der Schule habe man gelernt, selbstständig zu werden: „Wir haben alle miteinander einen großen Schritt nach vorne gemacht.“ Und er stellte die Frage, ob die Schüler nun ihre Lehrer vermissen werden. „Gewiss“, lautete seine Antwort.

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Eine unkonventionelle Ansprache hielt Hösl-Liebig: Er verpackte seine Worte in ein tiefgründiges, anspruchsvolles Theaterstück mit den Darstellern Kasper, Gretel, Wachtmeister und Teufel, ein Stück voller allegorischer Anspielungen, für das es viel Beifall gab. „Mit einem Publikum wie euch hatte ich sehr viel Spaß“, sagte Hösl-Liebig zum Abschluss. „Vielen Dank für eine wunderbare Zeit an der Wasserburger Realschule.“

Die Jahrgangsbesten

Sophia Gruber,

Sophia Gruber (15), Babensham: „Ich habe mich immer gut auf die Prüfungen vorbereitet. Lampenfieber? Ja, das hab‘ ich schon gehabt. In Erinnerung werden mir die Erlebnisse mit den Klassenkameradinnen bleiben, auch der Chor war schön. Meine nächste Station ist das Gymnasium in Waldkraiburg. Später will ich gerne Tiermedizin studieren.“

Stefan Mayer

Stefan Mayer, 16, Schnaitsee: „Warum ich so gut abgeschnitten habe? Ich habe sehr viel gelernt, auf jeden Fach, habe geschaut, dass ich die bestmöglichen Noten schreibe. Ein Highlight in meiner Schulzeit war sicher das Völkerball-Turnier in der fünften Klasse, das hat Spaß gemacht. Jetzt geht es für mich weiter mit einer Ausbildung zum Mechatroniker in Traunreut. Da freue ich mich schon drauf. Aber es ist schon eine Umstellung.“

Roman Barth

Roman Barth, 16, Rott a. Inn: „Wie man das schafft? Das ist eine Mischung zwischen Begabung und auch viel Lernen. Ein bisserl was ist mir auch in den Schoß gefallen, aber ich bin auch diszipliniert. Gut in Erinnerung wird mir die Fahrt nach Holland bleiben, die war wirklich sehr schön. Jetzt gehe ich auf die FOS in Wasserburg, will das Fachabitur in Wirtschaft machen.“

Julia Maurus

Julia Maurus, 16, Pfaffing: „Für die Note habe ich mich richtig angestrengt, habe schon etwas dafür getan. Meine Lieblingsfächer waren Französisch und Mathe. Gut in Erinnerung werde ich den Chor behalten, auch das Skilager in Hinterstoder in Österreich. Das war schön, auch für mich als Anfängerin. Nach den Ferien gehe ich aufs Gymnasium nach Waldkraiburg.“

Antonia Puica

Antonia Puica, 16, Eiselfing: „Ich komme aus Rumänien, für die guten Noten hab‘ ich viel getan, ich weiß ja, dass ich keine Deutsche bin und dass ich ein bisschen mehr machen muss. Das hat sich gelohnt. Was mir in Erinnerung bleibt? Die schönen Momente, wo man mit den anderen lacht, die Ausflüge. Ich gehe jetzt auf die FOS, will Abitur machen und Psychologie studieren, das finde ich spannend.“

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