Die Rathaus-Chefs in Rott sind in Quarantäne

Ein Selfie aus dem Homeoffice: Bürgermeister Daniel Wendrock ist guter Dinge, dass er bald wieder im Rotter Rathaus arbeiten kann. privat

Erst wenige Wochen im Amt und nun im Homeoffice: Bürgermeister Daniel Wendrock und Geschäftsstellenleiter Maximilian Brockhoff führen die Rotter Amtsgeschäfte derzeit von daheim aus. „Rein vorsorglich“, beruhigt das Gemeindeoberhaupt.Trotzdem wollte er vorsichtig sein.

Rott – Seit Montag, 25. Mai, ist das Gemeindeoberhaupt in Corona-Quarantäne. Und das Gleiche gilt für den Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rott, Maximilian Brockhoff. Beide arbeiten derzeit im Homeoffice. „Die Geschäfte laufen weiter und uns beiden geht es gesundheitlich ausgezeichnet“, beschreibt Wendrock die Lage.

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Kurz nach Amtsantritt in die Quarantäne? Wendroch nimmt‘s gelassen und erklärt, wie es dazu kam: Eine Mitarbeiterin der Rotter Gemeinde hatte Anfang der Woche gesundheitliche Einschränkungen, die eventuell auch bei Corona-Infektionen auftreten können, so Wendrock. Sie habe am Dienstag einen Corona-Test gemacht. Das Ergebnis stehe noch aus.

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„Weil Herr Brockhoff und ich mit dieser Mitarbeiterin ein paar Tage vorher eine längere Besprechung über dringende Themen hatten, habe ich mich beim Gesundheitsamt erkundigt, ob wir ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen treffen sollten“, erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Auch eine Trauung stand auf dem Programm

„Bei der Besprechung im Rathaus hatten wir – wie bei Gemeinderatssitzungen und den sonstigen wenigen Besprechungen die derzeit stattfinden – zwar auf die Einhaltung der hygienischen Vorschriften, namentlich der Abstandsregelungen geachtet.“ Trotzdem wollte der Bürgermeister auf Nummer sicher gehen und suchte deshalb das Gespräch mit dem Gesundheitsamt. „Dieses hat uns – offensichtlich unter Zugrundelegung neuerer, strengerer Maßstäbe – als potenzielle Kontaktpersonen der Kategorie 1 bewertet und eine häusliche Quarantäne bis voraussichtlich 3. Juni veranlasst.“

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„Ich hätte Montag Verwaltungsgemeinschaftssitzung gehabt, am Donnerstag Gemeinderat und am Freitag eine Trauung“, schildert er seinen straffen Wochenplan. „Doch ich wollte nun wirklich niemanden gefährden, auch wenn es mir derzeit so gut geht wie immer“, beschreibt er.

Die Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft leitete sein neu gewählter Stellvertreter, Manfred Reithmeier, Bürgermeister von Ramerberg; die Gemeinderatssitzung wurde vorsorglich auf den 4. Juni verschoben; die Trauung wird ein anderer Standesbeamter vollziehen.

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„Diese Maßnahme ist ausdrücklich mit meinem Einvernehmen erfolgt, da ich eine – wenn auch nur – theoretische Gefährdung weiterer Personen ausschließen möchte. Weitere Personen in der Verwaltung sind nach jetzigem Stand nicht in engeren Kontakt mit der mitarbeitenden Person für die ein Verdacht besteht in Kontakt gekommen“, berichtet Wendrock weiter und beteuert noch einmal: „Sowohl mir als auch meinem Geschäftsleiter geht es sehr gut, wir haben derzeit keine Symptome, die auf eine Covid19-Infektion hindeuten könnten. Ich befinde mich ganztägig im Homeoffice-Einsatz für ‚meine‘ Gemeinde und bin für die Mitarbeiter und meine Stellvertreter allzeit erreichbar.“

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