An der B 12 bei Ramsau: Brückensanierung mit Licht und Schatten

Bis Ende Oktober kein Durchkommen mehr nach Ramsau, die Umleitung für Autos ist ausgeschildert. Günster
  • vonKarlheinz Günster
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Reichertsheim begrüßt die Sanierung von zwei Brücken auf der Bundesstraße 12, doch es gibt ein Problem während der Baustellenzeit.

Reichertsheim/Ramsau – Die Sanierung zweier Brücken auf der Bundesstraße 12 bei Ramsau in der Gemeinde Reichertsheim hat begonnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober, investiert werden 800 000 Euro.

„Nur Teer in der Landschaft“ und somit zu entfernen, sind die Reste der Straße beim Amselgraben.

Die Gemeinde begrüße die Maßnahme, berichtete Bürgermeister Franz Stein (Einigkeit Ramsau) im Reichertsheimer Gemeinderat. Schön sei auch, dass der Fußweg etwas breiter werde, weil nun das Geländer nach außen auf die Stirnseite versetzt werde. Auch sei die Umfahrung für die Autos „gut gelöst“.

Weniger gut haben es Fußgänger und Radfahrer während der Bauphase. Sie müssen die Bundesstraße überqueren, was als gefährlich angesehen wird. Da wolle man eine bessere Lösung finden, erklärte der Bürgermeister.

Lärmschutz wird verbessert

Weiter westlich wird die kleinere Brücke über den Amselgraben saniert, daneben befinden sich noch Reste einer früheren Straße mit einer kleinen Brücke. Während man Letztere stehen lassen möchte, sollen die Überbleibsel der alten Straße entfernt werden, das sei „nur Teer in der Landschaft“, befand Bürgermeister Stein.

Der Gemeinderat stimmte geschlossen zu. Stein ergänzte noch, dass unabhängig davon der Lärmschutzwall verbessert werde.

Das sagt das Staatliche Bauamt

Die Brücke der Kreisstraße ist aus dem Jahr 1967 und weist eine Zustandsnote von 2,8 gemäß der letzten Hauptprüfung von 2016 auf, erklärte das Straßenbauamt Rosenheim auf Nachfrage. Nun ist eine „grundhafte Instandsetzung“ an der Reihe, damit das Bauwerk 30 Jahre hält. Im Gespräch war seitens des Gemeinderates ein breiterer Gehweg, doch das gebe die Statik der Brücke nicht her, war die Auskunft. Lediglich das Versetzen des Geländers bringe 25 Zentimeter. Doch weist das Amt darauf hin, dass es sich um keinen offiziellen Gehweg handelt. Zudem würden die Rampen im Anschlussbereich barrierefreier gestaltet. Ebenfalls im Gespräch war einmal ein Kreisverkehr bei der Auffahrt. Doch hab die letzte Auswertung der Drei-Jahres-Unfallstatistik aufgezeigt, dass „nicht von einem Unfallschwerpunkt oder einer Unfallhäufung gesprochen werden kann.“ kg

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