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Vereinsvorsitzender im Interview

Das Nein des Gemeinderates zum Sportplatz in Zellereit bringt den SV Ramerberg in Schwierigkeiten

Früher herrschte viel Spannung auf dem Fußballfeld in Ramerberg: Momentan herrscht mehr Spannung in der Gemeinde.
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Früher herrschte viel Spannung auf dem Fußballfeld in Ramerberg: Momentan herrscht mehr Spannung in der Gemeinde.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Katerstimmung herrscht nach dem Aus für den anvisierten neuen Sportplatz in Zellereit. Der Vorsitzende des SV Ramerberg spricht über die Sorgen und Ängste im Verein: Das Geld in der Vereinskasse könnte knapp werden und Vorstandsmitglieder stellen eine neue Kandidatur infrage.

Ramerberg – Der Ramerberger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das Aus für den anvisierten Standort für einen neuen Fußballplatz in Zellerreit beschlossen. Die Wasserburger Zeitung fragte Andreas Baumgartner, den Vorsitzenden des Sportvereins Ramerberg, nach den Konsequenzen für seinen Verein.

In der jüngsten Sitzung des Ramerberger Gemeinderates wurde der Standort für den neuen Fußballplatz abgelehnt. Mal ehrlich, hatten Sie damit gerechnet?

Andreas Baumgartner, Vorsitzender des SV Ramerberg.

Andreas Baumgartner: Nach der letztjährigen Gemeinderatswahl hatten wir den Ausgang bereits so befürchtet, aber nach dem Gemeinderatsbeschluss vom Oktober, dass der Standort Zellereit weiterhin im Rennen ist, da waren wir voller Hoffnung, dass es mit diesem Standort zu einem erfolgreichen Ende kommt.

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Wie viel Hoffnung setzten Sie jetzt auf die auf die 3 Alternativstandorte in Ramerberg, Unterkatzbach und Sendling?

Baumgartner: Die vom Bürgermeister angedachten Alternativstandorte scheinen bei objektiver Betrachtung kaum genehmigungsfähig. In Ramerberg hat der Sportverein für die bestehende Anlage Bestandsschutz. Jede Veränderung ist jedoch genehmigungspflichtig. Die Hauptproblematik liegt im geringen Abstand zur bestehenden Wohnbebauung. Die Pachtverhältnisse (höchstens zehn Jahre Laufzeit) sind keine Dauerlösung und erlauben keine langfristigen Investitionen. Der Standort Unterkatzbach scheint uns aufgrund des Anbindegebotes als nicht genehmigungsfähig. Der Standort ist 3 Kilometer und weit von den Hauptorten entfernt und somit für die Kinder und Jugendlichen nur über die gefährliche Kreisstraße mit dem Katzbacher Berg zu erreichen. Zur Alternative Sendling (Gewerbegebiet) hat ja bereits der Bürgermeister in der Sitzung Stellung genommen, dass diese Alternative aufgrund der geforderten Ausgleichsfläche sehr schwierig umsetzbar ist. Fazit: Alle Alternativen, die hier angedacht sind, werden – wenn überhaupt machbar – wieder Jahre bis zu einer möglichen Genehmigung dauern. In Zellereit war das Verfahren auf der Zielgeraden.

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In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde auch angedacht, aus dem angebotsbezogenen Bebauungsplan bei weiteren Planungen einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan einzuleiten, bei dem der Vorhabenträger die Planungskosten tragen würde. Könnte der Verein das finanziell stemmen?

Baumgartner: Der Verein hat trotz hoher Aufwendungen für seine Jugendarbeit in den letzten Jahren einen recht ordentlichen finanziellen Grundstock für den geplanten Neubau der Sportanlage angespart. Aber Stand heute ist doch ganz klar: Mit Verlagerung der Kosten für die Bebauungspläne auf den Sportverein würde dem Verein die finanzielle Grundlage (Eigenkapital) für die Finanzierung der künftigen Sportanlage entzogen.

Wie sind die Pläne des Vereins? Im Herbst letzten Jahres wurde damit gedroht, dass die Verantwortlichen ihre Arbeit niederlegen würden, sollte es keine Lösung in Zellerreit geben.

Baumgartner: Es hat nach der letzten Gemeinderatssitzung eine digitale Vorstandssitzung stattgefunden, bei der einige Mitglieder angekündigt haben, dass sie aufgrund der schwierigen Situation bei den nächsten Vorstandswahlen nicht mehr zur Verfügung stehen würden.

Wie soll es weitergehen? Im Gemeinderat hieß es : Der Verein muss kommen. Was sagen Sie dazu?

Baumgartner: Die Vorstandschaft inklusive Johann Weiderer steht jederzeit für weitere Gespräche zur Verfügung und würde sich freuen, wenn endlich ein Dialog zwischen Gemeinde und SVR entstehen würde. Mit dem neuen Vorstand des SVR (Baumgartner, Otten) und dem Beauftragen für den Sportplatzbau (Weiderer) hat im vergangenen Herbst durchaus ein Gespräch stattgefunden in dem die Verantwortlichen des SVR ihre Mitarbeit zugesagt haben. Leider hat der neue Bürgermeister seitdem an uns keine entscheidenden Infos mehr zum Sachstand des Standorts Zellereit sowie den möglichen Alternativen weitergegeben. Siehe auch Aussage von Johann Weiderer vom 8. April in Ihrer Zeitung.

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