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Ramerberger Jugend müsste sich mit Torfstechen beschäftigen

Zur Sonderseite Ramerberg „Geht Sportplatzdebatte in die Verlängerung?“

Mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen. Sehr enttäuscht bin ich von dem Abschnitt „Der Standort Zellerreit ist nicht alternativlos“. Während Herr Michael Reithmeier hier das Argument anführt, dass „Flutlicht den Artenschutz im sensiblen Naturraum gefährde“, findet Frau Fischbach-Kirchgraber, dass „mit dem Anliegen der Fußballer einseitig nur eine Sportart gefördert wird“ und Herr Urban warnt, dass der geplante Fußballplatz die „Langlaufloipe des Wintersportvereins beeinträchtigt“.

Da die Anlage des Stockschützenclubs Zellerreit-Sendling an den geplanten Fußballplatz angrenzt, möchte ich als langjähriger Vorsitzender dieses Sportvereins einige Punkte anmerken. Zum einen möchte ich klarstellen, dass auch wir Stockschützen mit einem Flutlicht ausgestattet sind. Darüber hinaus kann ich mich an Zeiten erinnern, in denen auch die Langlaufloipen beleuchtet waren. Da bekanntlich im Winter nicht Fußball gespielt wird und Fußballplätze nicht geteert werden, lässt sich sicherlich auch eine Lösung finden, sodass Langlaufen trotz Fußballplatz möglich ist. Und wa rum „mit dem Anliegen der Fußballer einseitig nur eine Sportart gefördert werden soll“, ist mir ein Rätsel. Wir Stockschützen verfügen bereits seit Jahren über eine tolle Sportanlage. Das trifft auch auf die Tennisabteilung des Wintersportvereins zu. Durch einen angrenzenden Fußballplatz wird keiner dieser Vereine – auch nicht die Langlaufabteilung des WSV – beeinträchtigt. Wenn ich mir die einseitige und teilweise fadenscheinige Argumentation der Fußballplatz-Gegner ansehe, bin ich mir sicher, dass wir hier heute auch keine Stockschützenanlage oder andere Sportanlage mehr ansiedeln könnten. Möglicherweise müsste sich dann unsere Ramerberger Jugend im 21. Jahrhundert, wie schon unsere Vorfahren (laut Aussage von Herrn Reithmeier), mit „Torfstechen“ beschäftigen.

Hans Scherfler senior

Ramerberg

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