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HAUSHALT UND FINANZEN

Ramerberg greift tief in die Rücklagen

Die Haushaltslage in Ramerberg: Sparen ist angesagt.Grafik: OVB/Klinger
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Die Haushaltslage in Ramerberg: Sparen ist angesagt.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Schwierige Zeiten in Ramerberg: „Die Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt ist im laufenden Jahr nicht gewährleistet – eventuell sogar bis 2024 nicht“, berichtete Kämmerer Helmut Helfer in der jüngsten Ramerberger Ratssitzung. Dennoch sei die Lage nicht dramatisch. Die Rücklagen würden helfen.

Ramerberg– Eigentlich sollten im Gemeindehaushalt laut gesetzlicher Vorgaben die Zuführungen mindestens so hoch sein wie die durch die Gemeinde zu leistenden Tilgungen. Die Zuführung nach dem Haushaltsplan 2021 liege bei 71 200 Euro, zugeführt werden müssten aber mindestens 150.200 Euro, so der Kämmerer.

Wahrscheinlich wird auch 2022 das Ziel Mindestzuführung nicht zu erreichen sein, vielleicht sogar die nächsten 4 Jahre, kündigte Helfer an. Trotzdem sei das nicht dramatisch, da die Gemeinde auf Rücklagen zugreifen kann. Das würde bedeuten, dass sich die Rücklagen von derzeit 526.472 Euro (Stand 31.12.2020) auf 24.472 Euro (Stand 31.12.2023) verringern würden.

188.500 Euro Rücklagenentnahme

Für das Haushaltsjahr 2021 sei eine Rücklagenentnahme von 188.500 Euro zur Finanzierung der Ausgaben des Investitionsprogramms vorgesehen, für 2022 sogar eine Entnahme von 205.500 Euro. Sparsame Wirtschaftsführung sei oberstes Gebot. Wie sich der Verwaltungshaushalt mit all seinen Ausgaben und Einnahmen aber tatsächlich entwickle, „wird sich erst im laufenden Jahr zeigen.“

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Die Gewerbesteuereinnahmen hätten sich 2020 auch anders entwickelt als gedacht, führte Helfer aus. Man sei von einem Ansatz von 150.000 Euro ausgegangen, am Ende wurden es aber erfreuliche 210.000 Euro. Rund 40.000 Euro waren vom Bund als Gewerbesteuerausgleichszahlungen gezahlt worden.

Die Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt war bis 2019 kein Problem in Ramerberg. Die nächsten Jahre könnten allerdings schwierig werden, berechnete Kämmerer Helmut Helfer.

Für 2021 sei der Gewerbesteueransatz wieder vorsichtig mit 145.000 Euro angegeben. Ob der Bund noch einmal tätig werde, möge er nicht einschätzen, so Helfer, und Spekulationen gehörten auch nicht in den Haushalt. Da sollte man immer von den geringsten Einnahmen ausgehen.

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Bei den Einnahmen aus Abwasser- und Wassergebühren rechnet der Kämmerer allerdings mit einer leichten Erhöhung. Bei den Abwassergebühren liegt der Ansatz für 2021 bei 220.000 Euro, ein Plus von 30.000 Euro gegenüber 2020, und bei den Wassergebühren netto sind als Ansatz 120.000 Euro geplant, ein Plus von 5000 Euro gegenüber 2020.

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Eine Erhöhung zeichne sich hier wegen der anstehenden Sanierungen der Trinkwasseranlagen in Ramerberg ab, so der Kämmerer. Diese notwendigen Investitionen könnten auch den Ansatz für den Vermögenshaushalt 2021 (1,34 Millionen Euro) eventuell nach oben korrigieren.

„Sicherheitshalber“ Löchtanks geplant

Für die nächsten Jahre rechnet die Gemeinde mit Kosten für die Erweiterung des Feuerwehrhauses und vorsichtshalber auch für die Errichtung zweier Löschtanks für insgesamt 280.000 Euro. Dieser Posten im Investitionsprogramm ließ Stefan Kurfer (Neue Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg) nachfragen, wozu die Löschtanks benötigt würden, wenn doch die bevorstehende Trink- und Löschwassersanierung laut Planer die Versorgung in diesem Punkt absichern würde.

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Dieser Kostenpunkt sei sicherheitshalber im Investitionsprogramm aufgenommen worden, so Bürgermeister Manfred Reithmeier (Unabhängige Wähler Ramerberg).

Maximilian Brockhoff, Leiter der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Rott, der Ramerberg angehört, ergänzte: „An ein paar Stellen kann es wohl trotzdem eng werden.“

Ohne große Diskussion beschloss der Gemeinderat einstimmig die Haushaltssatzung 2021 und das Investitionsprogramm 2020 bis 2024.

Haushalts-Eckdaten

Verwaltungshaushalt:

2,53 Millionen Euro

Vermögenshaushalt:

1,34 Millionen Euro

Rücklage (Stand 31.12.:)

2019: 1,1 Millionen Euro

2020: 526 472,46 Euro

Ansatz:

2021: 337.972,46 Euro

2022 132.472,46 Euro

2023: 24.472,46 Euro

2024: 24.472,46 Euro

Gewerbesteuereinnahmen:

145.000 Euro

Einwohnerzahl:

1.381 (Stand Juni 2020)

Pro-Kopf-Verschuldung:

1.495,18 Euro

(2020: 995,25 Euro)

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