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Nachfolger von Stefan Kurfer

In den Gemeinderat zurückgekehrt: Florian Baumann spricht über seinen Herzenswunsch für Ramerberg

Bürgermeister Manfred Reithmeier (UWR) bei der feierlichen Vereidigung des neuen Gemeinderatsmitglieds Florian Baumann (NRL/FWG).
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Bürgermeister Manfred Reithmeier (UWR) bei der feierlichen Vereidigung des neuen Gemeinderatsmitglieds Florian Baumann (NRL/FWG).
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Von 2014 bis 2020 war Florian Baumann bereits Gemeinderatsmitglied in Ramerberg. Nun ist der 32-Jährige für den ausgeschiedenen Stefan Kurfer (NRL/FWG) in das Gremium zurückgekehrt. Baumann sprach mit uns über seine Motivation und verriet uns seinen Herzenswunsch für die Gemeinde.

Ramerberg – Erst vor wenigen Wochen gab Stefan Kurfer von der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft seinen Rückzug aus dem Gemeinderat bekannt. In der jüngsten Sitzung des Gremiums wurde sein Nachfolger vereidigt: Florian Baumann (32) ist in der Gemeinde kein Unbekannter. Seit sieben Jahren führt er die CSU in Ramerberg an. Als er das Amt übernahm, war er der jüngste Vorsitzende, den der Ortsverband je hatte.

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Die Gemeinderatssitzungen in Ramerberg werden im gesamten Landkreis mit Interesse verfolgt. Haben Sie damit gerechnet, dass Sie selbst noch in dem Gremium eine Rolle spielen werden? Mussten Sie lange überlegen, ob Sie das neue Amt annehmen wollen?

Florian Baumann: Ja, selbst in meiner Arbeit in Neubeuern wird sich beim Kaffee mit Freuden über die neuesten Entwicklungen in meiner Heimatgemeinde ausgetauscht. Gerechnet habe ich zuerst nicht damit. Von Listenplatz 15 auf 13 zu klettern war da schon das Höchste der Gefühle. Nach den zahlreichen Absagen und schlussendlichen Berufung von Bernd Stawiarski stiegen die Chancen natürlich drastisch.

Entschieden habe ich mich bereits vor zwei Jahren, dieses Amt anzunehmen. Unabhängig vom Ausgang einer Wahl hat man doch immer eine Verpflichtung gegenüber den Bürgern, die einem am Wahltag ihr Vertrauen aussprachen. In der vergangenen Woche hatte ich vorab Gespräche mit verschiedenen Leuten unter anderem mit Frau Hölzle wie auch mit Herrn Reithmeier. Der Tenor blieb hierbei der Gleiche, jede Seite würde sich auf die Zusammenarbeit sehr freuen, die derzeitige Situation sei jedoch äußerst belastend.

Als langjähriger Vorsitzender der CSU in Ramerberg sind Sie mit Ihren 32 Jahren fast schon ein politisches Urgestein. Seit sieben Jahren üben Sie das Amt aus. Was haben Sie auf der politischen Bühne gelernt?

Baumann : Primär, dass es noch viel zu lernen gibt. Gerade über die Parteiarbeit hat man die Möglichkeit, einfacher über die Grenzen des eigenen Ortes hinauszuschauen. Man bekommt viele Impulse und neue Ideen aus anderen Verbänden und von langjährigen Amtsträgern. Dieses Wissen kann man dann in die eigene Arbeit einfließen lassen.

Gleichwohl wird eine Sache gerne unterschätzt: das aktive Zuhören. Jeder hat seinen Standpunkt, den Gegner zu verstehen bringt oft jedoch mehr als die beste Rhetorik. Ein Kompromiss ist immer nur dann ein Erfolg, wenn beide Seiten erhobenen Hauptes vom Tisch aufstehen können – das wird heutzutage gerne vergessen.

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Mit welchem Schwung gehen Sie in den Ramerberger Gemeinderat? Was möchten Sie dort bewirken?

Baumann: Der Schwung entsteht bei mir immer aus dem Wunsch nach Sachpolitik, dem Wunsch, Probleme zu erkennen und zu lösen. Das ist im Grunde auch das Credo meines Berufs als Entwickler.

Am Ende einer jeden Entscheidung sollte immer das Wohl der Gemeinschaft stehen und wenn wir das wieder nach Außen transportieren können, wurde schon viel erreicht.

Wie sehen Sie Ihre Rolle in dem Gremium?

Baumann : Durch die zwei Jahre Pause habe ich den Vorteil eine etwas neutraleren Position einnehmen zu können und trotzdem noch etwas Erfahrung im Rücken zu haben. Im Zuge dessen hoffe ich, zumindest bei weniger festgefahrenen Themen, auf ein konstruktiveres Miteinander hinarbeiten zu können.

Was sind Ihrer Meinung die wichtigsten Aufgaben, die es zu lösen gilt?

Baumann: Infrastruktur – wird gerne unterschätzt, aber zieht sich durch alle Themenfelder. Wird diese nicht mit Ziel entwickelt, stolpert man bei jedem Thema – egal ob Trinkwasser, Bauplätze, Kindergarten oder Sportanlagen. Einfach gesagt, ist die wichtigste Aufgabe hierbei eine Vision für die nächsten Jahrzehnte zu entwickeln, zu pflegen und auch an die nächsten Entscheider weiterzugeben. Man kann sich in Details unterscheiden, aber der Weg, den man verfolgen will, muss klar sein und geebnet werden.

Was ist Ihr Herzenswunsch für die Gemeinde?

Baumann: Die Grabenkämpfe der Gegenwart zu beenden, um uns gemeinsam den steigenden Herausforderungen der Zukunft widmen zu können.

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