Interview mit Bürgermeister Manfred Reithmeier

Ramerberg: „Die Chlorung des Trinkwassers läuft weiter – auf unbestimmte Zeit.“

Manfred Reithmeier, Bürgermeister von Ramerberg.
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Manfred Reithmeier, Bürgermeister von Ramerberg.
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Interview mit Bürgermeister Manfred Reithmeier zu den Problemen mit der Trinkwasserversorgung in Ramerberg. Seit dem 19. August wird dort gechlort. Die Gemeinde sucht nach Lösungen.

Von Petra Maier

Ramerberg– Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung schnitt Bürgermeister Manfred Reithmeier (UWR) auch das Thema Wasserversorgung an. Seit Mittwoch, 19. August, wird das Trinkwasser in Ramerberg gechlort. Für den Gemeindeteil Sendling gab es zur Zeit der Sitzung noch eine Abkochverfügung. „Die Chlorung unseres Trinkwassers wird uns noch weiter beschäftigen“, führte der Bürgermeister im Rahmen der öffentlichen Sitzung im Gasthaus Bichler kurz aus, „Wir werden viel in die Wege leiten müssen,“ kündigte er an, bevor er sich mit den Gemeinderäten zur nichtöffentlichen Sitzung zusammen setzte, um das Thema dort genauer zu besprechen. Die Wasserburger Zeitung fragte nach beim Bürgermeister.

Seit Mittwoch, 19. August, wird das Trinkwasser in Ramerberg gechlort. Für den Gemeindeteil Sendling bestand eine Abkochverfügung. Was war passiert? Welche Bakterien wurden gefunden?

Manfred Reithmeier: Wir arbeiten Hand in Hand mit dem Gesundheitsamt Rosenheim zusammen. Es wurden coliforme Keime im Trinkwasser in einer Überprüfung festgestellt. Die Abkochverfügung für Sendling ist am 14. Oktober eingestellt worden. Die Chlorung läuft im gesamten Gemeindegebiet weiter auf unbestimmte Zeit.

Konnte inzwischen ermittelt werden, woher die coliformen Bakterien stammen?

Reithmeier: Woher diese Keime kommen, ist bisher unklar.

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Welche Maßnahmen zur Behebung des Problems wurden ergriffen?

Reithmeier: Momentan sind mehrere Firmen damit beschäftigt das Problem zu beheben. Die eine Firma ist damit beauftragt, die Leck-Ursache zu finden, und die anderen Firmen arbeiten die Mängelliste vom Gesundheitsamt ab. Eine weitere Firma ist damit beauftragt, ein Konzept für die Sanierung der Trinkwasserversorgung sofort zu erstellen.

Wann rechnen Sie mit der Lösung des Problems? Wird es grundlegende Änderungen bei der Ramerberger Wasserversorgung geben? Wie hoch schätzen Sie die Kosten für die Gemeinde?

Reithmeier: Eine genaue Abschätzung der Kosten ist noch nicht in Sicht.

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