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Ehrenamtliches Engagement

Ramadama statt Zumba: Die „Dienstags-Frauen“ räumen in Wasserburg auf

Die „Dienstags-Frauen“ sind donnerstags unterwegs, um Müll zu sammeln: Ingrid Posch, Monika Schwarz, Monika Rieger und Birgitta Franz (von links)
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Die „Dienstags-Frauen“ sind donnerstags unterwegs, um Müll zu sammeln: Ingrid Posch, Monika Schwarz, Monika Rieger und Birgitta Franz (von links)
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Müll sammeln statt sporteln: Die „Dienstags-Frauen“ aus Wasserburg können seit vier Monaten nicht mehr im Fitnessstudio trainieren und schwitzen deshalb jetzt beim Müllsammeln. Ein tolles Beispiel für ehrenamtliches Engagement.

Wasserburg– Sie nennen sich „die Dienstags-Frauen“, denn – eigentlich – geht es dienstags immer zum Sporteln ins Fit & Fun, seit fast 30 Jahren schon. Doch die vier Frauen aus Wasserburg können seit über vier Monaten nicht mehr trainieren in ihrem Fitnessstudio. Deshalb haben sie die Turn- gegen die Wanderschuhe getauscht, die Jogginghose gegen die Jeans – und schwitzen wöchentlich – coronakonform in Zweier-Gruppen – nicht an den Geräten, sondern beim Müllsammeln, nicht dienstags, sondern donnerstags.

Lachende Gesichter, fröhliches Stimmengewirr: Ingrid Posch, Monika Schwarz, Monika Rieger und Birgitta Franz sind gut gelaunt unterwegs, obwohl der geliebte Sport im Studio ausfällt. Sie haben sich einen Ersatz gesucht, der Bewegung an der frischen Luft mit einer sinnvollen Tätigkeit verbindet: Die „Dienstags-Frauen“ räumen ihre Heimatstadt auf.

Vermüllung hat zugenommen

Da gibt es viel zu tun, stellen sie fest. Denn wilde Müllablagerungen haben, wie mehrfach berichtet, zugenommen – auch in Wasserburg. Pizzaschachtel liegen im Gebüsch. Die Mülleimer quellen vor allem am Wochenende über, die Bauhof-Mitarbeiter kommen kaum nach mit dem Entleeren. Einmal-Geschirr vom To-Go-Essen wird oft über Rasenflächen und Grünanlagen verstreut oder fliegt am Inndamm herum.

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Die vier Frauen konnten es nicht länger mit ansehen. Deshalb geht es jetzt regelmäßig – ausgestattet mit Handschuhen und einem „Greifer“, den die Stadt gestellt hat – zum Müll sammeln.Säckeweise schleppen die Frauen an jedem Einsatztag zum Bauhof. Was sie besonders ärgert: die vielen Scherben von zerborstenen Flaschen, gefährlich auch für Hunde beim Gassigehen. Und die Gehwege, die mit Zigarettenkippen übersät sind.

Trotzdem: Die Freude am gemeinsamen Tun überwiegt. „Es macht Spaß“, sagt Ingrid Posch, die ebenso wie ihre Mitstreiterinnen auch mal ins Gebüsch klettert, um eine Plastiktüte herauszuziehen oder eine steile Böschung erklimmt, um einen weggeworfenen Kaffeebecher zu entfernen. Außerdem gibt es nach getaner Arbeit immer eine Belohnung: Jede Ramadama-Aktion endet mit einem Besuch des Bauernmarktes in der Hofstatt.

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