Radweg lässt Von Hohenlinden nach Maitenbeth München näher rücken

Ein kleiner Schnitt für die Beteiligten: Dr. Andreas Lenz, Bürgermeister Thomas Stark, Landrat Robert Niedergesäß, den Abgeordneten Thomas Huber, Doris Rauscher, Stephan Mayer, außerdem Bürgermeister Ludwig Maurer und Abteilungsleiter Daniel Drachenberg gaben gemeinsam den Radweg frei (von links).K. Günster

Nach einem Jahr Bauzeit ist der Geh- und Radweg von Hohenlinden nach Maitenbeth mit Unterführung der Bundesstraße für den Verkehr freigegeben worden. Er verläuft auf 2,3 Kilometer neben der B12 und 2,4 Kilometer durch den Forst. Durch die Unterquerung in Maitenbeth ist die Bushaltestelle gut zu erreichen.

Von Karlheinz Günster

Maitenbeth – Daniel Drachenberg vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim begrüßte als „deutliches Zeichen der Wichtigkeit“ mehrere Ehrengäste, darunter Bürgermeister, Landrat sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete. Er wies darauf hin, dass es ein „erklärtes Ziel der Staatsregierung“ sei, dass die Menschen „viele Wege mit dem Fahrrad zurückgelegen“, gleichzeitig soll die Zahl der Unfälle sinken.

Herausforderung: Erdölleitung gequert

Mit diesem Weg schließe man eine Lücke von München nach Haag, wobei eine Herausforderung die Querung der transalpinen Erdölleitung gewesen sei. Entstanden ist außerdem bei Maitenbeth eine behindertengerechte Unterführung. Weil die Kosten von 3,1 Millionen Euro der Bund trägt, war das Band zum Durchschneiden auch in dessen Farben gehalten.

Der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU) versicherte, dass „wir den Ausbau der Radwege ernst nehmen“, zudem seien mit dem eigenen Radwegekonzept 25 weitere geplant, darunter die Verbindung von Birkach nach Steinhöring. Auch die Buslinie 9410 sei zu stärken, nicht nur Gemeinden, sondern Landkreise und Regionen seien zu verbinden. Er bedankte sich, dass der Bundestag dafür Mittel bewilligt hat.

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Der Hohenlindener Bürgermeister Ludwig Maurer (ÜWH) holte weiter aus und verwies auf die frühere Verbindung nach Haag etwa mit der Postbuslinie. Zum Notar, Zahnarzt, zum Einkaufen oder ins Krankenhaus fuhr man dorthin. Viele ältere Hohenlindener seien in Haag geboren, wusste er und vieles sei damals mit dem Fahrrad erledigt worden, obwohl das lange Zeit nur eine Schotterpiste war. Jetzt weihe man eine „zeitgerechte Verbindung“ ein. Und vielleicht gelinge es noch, auf das Teilstück durch den Forst zu verzichten und langfristig den Weg komplett an Straße zu verlegen.

Mehr Sicherheit durch Unterführung

Der Maitenbether Bürgermeister Thomas Stark (Bürgerliste) befand, dass der Weg „sehr gut geworden ist“. Er werde „hoffentlich die Wagemutigen davon abhalten, die B 12 als Ausweichstrecke zu nutzen“. Der Weg sei notwendig, weil „das Rad immer wichtiger wird“. Die Unterführung sei „eine echte und wichtige Verbesserung, damit entfällt die risikoreiche Überquerung“. Für diese Fertigstellung insgesamt sei „ein langer Atem“ erforderlich gewesen, er dankte den Staatsforsten für die Mitbenutzung der Waldwege, dessen Verkehrssicherungspflicht Maitenbeth übernommen hat.

Für den Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer (CSU) war die B12 „trotz A94 sehr stark frequentiert“, wie der nicht abreißende Fahrzeugstrom nebenan bewies. Es sei nun eine „Strategie des Bundes, Radwege entlang von Bundes- und Staatsstraßen bauen“. Der Bund sei „da weiter, die Staatsregierung versucht aber, aufzuholen“. Er dankte den Grundeigentümern ausdrücklich, denn bei Geh- und Radwegen sei keine Enteignung möglich, deshalb sei es „keine Selbstverständlichkeit“, Flächen zur Verfügung zu stellen.

Für den Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Lenz (CSU) rückt mit dem Gehweg „München näher“. Er forderte auf, weitere solche Wege entlang der Bundesstraßen zu planen, denn „es ständen noch Mittel zur Verfügung, die sind noch nicht erschöpft.“

Anreiz, um auf das Auto zu verzichten

Die Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (SPD) befand, dass die Bedeutung der Radwege über den Freizeitbereich hinausgehe, „weil viele das Fahrrad als Alternative zum Auto nutzen“. Bundesstraßen ohne Radwege seien „sehr gefährlich“. Es sei notwendig, „in den Klimawandel zu investieren“. Das dürfe ruhig schneller gehen, „wir haben noch eine erhebliche „Kraftanstrengung vor uns“.

Für den Landtagsabgeordneten Thomas Huber (CSU) ist der neue Radweg „die richtige Antwort auf die Nachfrage und als Anreiz, aufs Auto zu verzichten“. Mit diesem Weg und der barrierefreien Unterführung habe man „alles richtig gemacht“, zeigte er sich überzeugt.

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