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Zwischen Babensahm und Penzing

Kein Übergang bei Straßloh: Leitplanke in den Radweg gebaut

Ausgebremst: An dieser Stelle des neuen Radweges zwischen Penzing und Babensham kommt Andrea Hofer mit ihrem Fahrrad in Richtung Straßloh nicht weiter. Das ärgert sie sehr.
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Ausgebremst: An dieser Stelle des neuen Radweges zwischen Penzing und Babensham kommt Andrea Hofer mit ihrem Fahrrad in Richtung Straßloh nicht weiter. Das ärgert sie sehr.

Andrea Hofer fährt täglich 28 Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeit. Über den Radweg am Ortsende von Babensham hat sie sich deshalb gefreut. Wäre da nicht die Leitplanke, die sie bei Straßloh ausbremst.

Babensham – Ein Tunnel für Kröte, eine Unterführung für Kühe, aber kein Übergang für Radler: Eine fehlende Überquerungsmöglichkeit an der neuen Staatsstraße bei Babensham sorgt für Ärger.

Seit acht Jahren fährt Andrea Hofer (51) aus Unterreit E-Bike. Das elektrische Fahrrad nutzt sie als „Sommer-Auto“ und legt damit täglich 28 Kilometer zurück, um zu ihrer Arbeitsstelle in Vogtareuth zu kommen. Entsprechend hat sie sich über den neuen Radweg am Ortsende von Babensham gefreut. „Endlich kann ich sicher nach Wasserburg und in die Arbeit radeln“, schreibt sie an die Wasserburger Zeitung. Zumindest hatte sie das gedacht.

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Kein Übergang bei Straßloh

Nach Wasserburg sei die Strecke super, als „echten Radl-Schnellweg“, beschreibt sie Hofer. Beim Arbeitsweg sieht die Situation aber anders aus. Hier kann Hofer nicht mehr so fahren, wie es für sie am kürzesten wäre, denn: „Es gibt keine Möglichkeit, vom Fahrradweg aus die Straße nach Straßloh zu überqueren.“ Denn die Leitplanke ist im Weg. „Wurde die eine Übergangsmöglichkeit komplett ignoriert, vergessen oder sogar bewusst gestrichen?“, fragt Hofer..

Alternative über Riepertsham gefährlich

Die Alternative wäre laut Hofner, bei Riepertsham wieder auf die Autostraße aufzufahren. Das sei jetzt aber noch gefährlicher als zuvor, denn verständlicherweise rechne dort kein Pkw-Fahrer mit einem Radler. „Die Autos können hier jetzt wirklich 100 km/h fahren“, sagt Hofer. Gefährlich sei es auch, weil ein Radfahrer noch links abbiegen müsse und am rechten Straßenrand eine „dicke Leitplanke“ sei. Radfahrer hätten also bei dieser Straße schlechte Karten.

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Natürlich gebe es auch andere Strecken. „Aber das ist wieder ein Umweg, den man bei einfacher 28-Kilometer-Fahrt nicht auch noch machen will“, erklärt Hofer. Insbesondere, da ohnehin schon einige Mehrwege hinzukämen, da das Radnetz noch weit vom Idealzustand entfernt sei.

Lösung: Öffnung der Leitplanke

Dabei wäre es doch insbesondere in Zeiten des Klimawandels wünschenswert, dass Fahrradfahrer genauso die Möglichkeit hätten, das Straßenverkehrsnetz zu nutzen wie Autofahrer, findet Hofer. „Es gibt viele Diskussionen über Fahrrad-Schnellwege und Pop-up-Radelwege, um das Radeln als Mobilitäts-Alternative attraktiver zu machen“, meint sie, aber bei einem so tollen neuen Radweg werde eine Übergangsmöglichkeit nicht mit eingeplant, das sei schon ärgerlich..

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Vor allem, da es eine einfache Lösung gäbe: die Öffnung der Leitplanke leicht schräg gegenüber. „Durch die lange Gerade an dieser Stelle hat man einen guten Überblick und kann sicher im Randstreifen warten, bis die Straße frei zum Überqueren ist“, stellt Andrea Hofer fest.

Staatliches Bauamt: „Eine Öffnung der Schutzplanke ist geplant“

Auf Anfrage der Wasserburger Zeitung bestätigt Ursula Lampe, Pressesprecherin des Staatlichen Bauamts Rosenheim, dass die Problematik, die Andrea Hofer schildert, der Behörde bereits bekannt sei. Die Öffnung der Schutzplanke sei zwar in den ursprünglichen Planungen nicht vorgesehen gewesen, solle aber bald nachgeholt werden, da mehrere Anlieger auf die „besondere Bedeutung dieser Wegebeziehung nach Straßloh aufmerksam gemacht haben“. Die Öffnung der Schutzplanke an dieser Stelle sei bereits veranlasst worden, erklärt Lampe weiter. „Leider wurde dies von der Baufirma bislang noch nicht umgesetzt. Dies sollte aber zeitnah erfolgen“, so die Pressersprecherin des Staatlichen Bauamts.

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