PV-Anlagen farblich an Wasserburgs Altstadtdächer anpassen?

PV-Anlagen auf den Wasserburger Altstadtdächern sind grundsätzlich erwünscht. Der Denkmalschutz muss mitspielen und es braucht eine Befreiung von der Gestaltungssatzung.
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PV-Anlagen auf den Wasserburger Altstadtdächern sind grundsätzlich erwünscht. Der Denkmalschutz muss mitspielen und es braucht eine Befreiung von der Gestaltungssatzung.

Von Andrea Klemm. Wasserburg.

– Der Bauausschuss beschäftigte sich mit dem Antrag auf Abweichung von den Vorgaben der Gestaltungssatzung für das Anwesen am Weberzipfel 2 und 4, wo auf einem Teil der südlichen Dachfläche eine PV-Anlage errichtet werden soll.

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Der Antragsteller will in drei Reihen 30 Module haben. Damit wird die Flächenbeschränkung überschritten und die Anlage ist von der Burg zu sehen. Wenn umgeplant wird auf die nördliche Seite (hinter der Dachterrasse) und um eine Modulreihe reduziert, dafür elf statt zehn erlaubte Module in einer Reihe, könnte man 22 Module errichten – die allerdings nicht aufgeständert werden dürfen. Christian Stadler (Grüne) blieb allein mit seiner Forderung, die Module farblich mit dem Dachlauf abzustimmen. Er sei generell dafür, Dachfarbe und Modulfarbe aufeinander abzustimmen und dafür größere PV-Anlagen zuzulassen. Ansonsten stimmte das Gremium geschlossen der vorgeschlagenen Befreiung zu. Das Denkmalamt muss der Umplanung auch zustimmen, wegen der Corona-Krise sei noch keine Besprechung in der Sache möglich gewesen, sagte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann.

Artgleicher Antrag

Um einen artgleichen Antrag ging es bei dem Anwesen in der Ledererzeile 26. Auch hier braucht es eine Befreiung von der Gestaltungssatzung. Auf dem rückwärtigen Flachdach sollen 20 Module in zwei Reihen ohne Aufständerung angebracht werden. Vom Friedhof aus wäre dies sichtbar.

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Der Bauausschuss stimmt der Befreiung zu, wenn die Anlage dachflächenparallel errichtet wird. Die übrigen Vorgaben der Gestaltungssatzung sind einzuhalten, der Denkmalschutz muss zustimmen. Man einigte sich darauf, eine farbliche Anpassung an die Dachhaut zu prüfen, weil das Dach sehr hell ist. „Wenn Solarmodule dunkel sind, muss das Blechdach auch dunkel gestrichen werden“, erklärte Mechtild Herrmann. kla

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