Mehr für die Jugend

Gemeinderat Eiselfing denkt darüber nach, einen Pumptrack-Trail anzulegen

Das jetzige Provisorium, der sogenannte „Weiher-Trail“, mit einem wellenförmigen Parcours und Sprungschanzen hat der Eiselfinger Jugendliche Maxi Wolf mit seinen Freunden selbst gebaut.
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Das jetzige Provisorium, der sogenannte „Weiher-Trail“, mit einem wellenförmigen Parcours und Sprungschanzen hat der Eiselfinger Jugendliche Maxi Wolf mit seinen Freunden selbst gebaut.

Bislang gibt es einen Trail, den Jugendliche aus Eiselfing selbst angelegt haben. Doch nun soll Pumptrack als Sportart mehr als ein Provisorium werden. Zumindest ist der Gemeinderat der Idee, einen „richtigen“ Trail anzulegen, wohlgesonnen.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing – Für den Ersten Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) war die Beteiligung der Eiselfinger Jugend an Zukunftsprozessen der Gemeinde im Sommer 2019 ein wichtiges Anliegen. Alle Eiselfinger Kinder und Jugendlichen von zehn bis 18 Jahren waren aufgerufen, einen von der Gemeinde entwickelten und verteilten Fragebogen zu beantworten. Die Lebensqualität im Heimatort war dabei das Ziel der Befragung.

Begleitet wurde das Projekt vom Jugendbeauftragten und damaligen Gemeinderat Alexander Lax. Entwickelt hat sich daraus eine Arbeitsgruppe von zehn bis 12 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Als ein Ergebnis ist nun die Idee zu einem Projekt entstanden mit dem Ziel, neben dem Fußballplatz auf der Seite zum Eiselfinger See einen Pump-Bike-Trail anzulegen.

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Eigeninitiative der Jugend: „Weiher-Trail“

Die Inhalte stellte der Jugendbeauftragte der Gemeinde den Mitgliedern des Gemeinderates in der letzten Sitzung nun vor. „Inoffiziell ist der Trail eigentlich schon vorhanden“ sagte Alexander Lax. „Aber die Anlage soll eine Einrichtung der Gemeinde werden“. Das jetzige Provisorium mit einem wellenförmigen Parcours und Sprungschanzen hat der Jugendliche Maxi Wolf mit seinen Freunden selbst gebaut. Das Projekt selber trägt den Namen „Weiher-Trail“ und nimmt dabei Bezug auf den angrenzenden See.

Warum Pumptrack gut für die Jugend ist

Umfangreich informierte Alexander Lax den Gemeinderat über die gedanklichen Hintergründe dieser sportlichen Einrichtung. „Die Koordination und die Ausdauer beim Radfahren werden geschult und wirkt sich dadurch auf die Fahrsicherheit im Straßenverkehr aus“ sagte er mit seinem beruflichen Wissen als Polizeibeamter. Von der Gemeinde wünsche er sich, dass sie sich im Rahmen dessen, „was sie hergeben kann“, an den Kosten beteiligt. Ebenso die Wartung durch den Bauhof der Gemeinde und die Abklärung der Sicherheitspflicht.

Oskar Pircher als Amtsleiter wusste da gleich, wie das zu beurteilen wäre. „Wenn es eine öffentliche Anlage der Gemeinde ist, brauchen wir eine eigene Satzung mit den Benutzungsregelungen. Auch muss sie vom TÜV abgenommen werden. Das ist dann wie bei einem Kindergarten“.

Haftet die Gemeinde Eiselfing?

Manuel Latein (UWE) bezeichnete das Vorhaben als „Superidee“ meinte aber auch, dass die Gemeinde vor einer Haftung geschützt sein muss. Dem konnte sich auch Michael Maier (CSU) anschließen. Er wollte aber zuvor noch wissen „wohin die Reise bei den Kosten geht“. Außerdem ist ihm die Offenheit und Nachhaltigkeit der Nutzung wichtig. Zugleich warnte er noch vor den Bäumen auf dem Gelände. „Sowohl die Bäume vor den Menschen wie auch die Köpfe der Biker vor den Bäumen müssen ausreichend geschützt sein“.

In diesem Zusammenhang wies Georg Lichtmannegger (UWE) auf die Notwendigkeit klarer Zugangs- und Rettungswege hin. Johann Herzog (CSU) stellte die Frage, ob denn der Platz ausreichen würde. Zur Lösung der Sachfragen schlug er dann vor, „der Arbeitskreis soll weiter an der Projektidee arbeiten, beispielsweise in Bezug auf die Unterstützung durch Sponsoren“. Außerdem solle die Kostenfrage noch genauer abgeklärt werden.

Professioneller Planer für Pumptrack-Trail gefragt

Eine Beschlussfassung durch Abstimmung fand auf Vorschlag von Bürgermeister Georg Reinthaler nicht statt. Wenn auch das Alter vieler Mitglieder im Gemeinderat schon ziemlich über dem „Bike-Trail-Alter“ ist, waren doch allgemeine Zustimmungssignale deutlich vernehmbar. „Wir brauchen bis zu den Dezember-Sitzungen von einem professionellen Planer noch entsprechende Unterlagen mit einer Aussage zu einer Summe, damit wir diese schon einmal im Haushalt 2021 berücksichtigen können“ sagte der Bürgermeister zum Abschluss einer Beratung, die von Zuversicht in die Jugendlichen der Gemeinde geprägt war.

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