Protest gegen Schweinestall: Isener übergeben Landrat Unterschriften

Unterschriftenübergabe im Landratsamt (von links): Dr. Fritjof Schmidt-Hoensdorf, Ursula Schmidt-Hoensdorf, Landrat Martin Bayerstorfer und weitere Mitglieder der Bürgerinitiative.
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Unterschriftenübergabe im Landratsamt (von links): Dr. Fritjof Schmidt-Hoensdorf, Ursula Schmidt-Hoensdorf, Landrat Martin Bayerstorfer und weitere Mitglieder der Bürgerinitiative.

Isen – Stellvertretend für viele Isener Bürgerinnen und Bürger suchten nach Angaben des Landratsamtes Erding engagierte Anwohner das Gespräch mit Landrat Martin Bayerstorfer und baten um seine Unterstützung.

Im Rahmen des Termins überreichten sie ihm eine Liste mit 279 Unterschriften von betroffenen Haushalten, die sich gegen einen geplanten Strohschweinestall im östlichen Gemeindegebiet von Isen aussprechen.

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Rechtsanwältin Ursula Schmidt-Hoensdorf äußerte die Befürchtung, durch den geplanten Standort für den Stall werde sich eine „enorme Geruchsbelästigung“ für Isen entwickeln. Ein weiteres Argument gegen das Vorhaben sei, dass die nahe gelegene Hubertus-Kapelle eine der schönsten Aussichten über Isen böte und der Stall einen erheblichen Einschnitt in die Natur bedeuten würde. Hinzu kämen Wildschweine, die im Sollacher Forst leben würden, und hinsichtlich der Schweinepest eine Gefährdung darstellen könnten.

Landrat Martin Bayerstorfer hörte sich die Belange der Bürgerinitiative an und sicherte zu, dass der Standort für den Tierwohlstall – wie alle anderen Bauvorhaben im Landkreis Erding auch – genau geprüft werde. Obwohl dem Landratsamt diesbezüglich noch kein Antrag vorliegt, hat die Behörde den Bauherrn bereits im Vorfeld gebeten, Unterlagen einzureichen, die für die Prüfung eines künftigen Antrags von Bedeutung sind.

Der Antragsteller hat mit der Gemeinde bereits Gespräche geführt, Genehmigungsbehörde ist jedoch das Landratsamt. Der Landwirt möchte bis zu 220 Tiere in zehn Boxen auf Stroh halten. re

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