PLANSPIEL JUNIORWAHL

Ein Probelauf: Garser, Wasserburger und Haager Schüler an der Urne

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Politische Entscheidungen treffen, das will geübt sein. Vor allem aber sollen die jungen Leute dazu angeregt werden, überhaupt zur Wahl zu gehen. Deshalb hatten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gars, der Wasserburger Mittelschule sowie der Haager Realschule an der Juniorwahl teilgenommen. Etwa 200 Schulen beteiligten sich an diesem bundesweiten Schulprojekt.

Wasserburg: Zum wiederholten Mal konnten Schülerinnen und Schüler der Mittelschule ihre Stimme abgeben. Vorab informierten sich Schüler über Parteien und Politiker, um unter realen Bedingungen ihren Stimmzettel auszufüllen. Organisiert und durchgeführt wurde die Wahl durch Wahlhelfer der Klasse 10V2. Unter der Leitung der Klassenlehrerin Bianka Strahberger wurden von Erdem Pala, Elias Aigner, Matthias Schärfl, Mehmet Cindir, Aydoan Kabilov und Julia Hilger Wahlbenachrichtigungen an Schüler der 9. und 10. Klassen verteilt. Ausgestattet mit Wahlkabine und Urne öffnete das Wahllokal am Mittwoch, danach wurden insgesamt 74 gültige Stimmzettel mit folgendem Ergebnis ausgewertet: Die CSU erhielt 34 Prozent der Stimmen, 26 Prozent gingen an Bündnis 90/ Die Grünen, 19 Prozent an die SPD und sieben Prozent an die FDP.

Haag: Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts nahmen unter der Leitung ihres Lehrers alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Realschule Haag am Planspiel teil. Das Odeon der Schule fungierte als Wahllokal, die abgegebenen Stimmen wurden von Schülern ausgezählt und das Ergebnis an die Initiatoren weitergeleitet. Die Jugendlichen waren hochmotiviert bei der Sache und genossen diesen lebendigen Unterricht, der sie sozusagen „hautnah“ an das politische Geschehen heranführte.

Gars: Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gars (von der neunten bis zur zwölften Jahrgangsstufe) nahmen gestern an der „Juniorwahl“ teil. Im Vorfeld wurden die Schüler von den Sozialkundelehrern über das deutsche Wahlsystem und die verschiedenen Parteien aufgeklärt. Orientiert an der authentischen Wahl erhielten sie Wahlbenachrichtigungskarten und wurden in Wählerverzeichnislisten registriert, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Am Tag der Wahl hatten sie die Möglichkeit in zwei Wahlräumen und unter realen Bedingungen den Wahlvorgang zu erproben und somit ihre eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen. Um die Wahl möglichst realistisch zu gestalten, wurden keine Mühen gescheut und Originalwahlkabinen von der Gemeinde Gars ausgeliehen. Vier Wahlhelfer aus den zehnten Klassen überwachten den Urnengang und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Da einige wahlberechtigte Schüler zur Zeit am Frankreichaustausch teilnehmen und den eigentlichen Wahltermin nicht hätten wahrnehmen können, wurde für diese eine Briefwahl auf die Beine gestellt.

Das Ergebnis dieses Projekts, das von den Sozialkundelehrern Korbinian Zitzlsperger organisiert beziehungsweise von Daniela Schlegel unterstützt wurde, wird am Montag, 25. September, bekannt gegeben.

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