Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Religionen, die friedlich zusammenleben

Priester Abbé Fulgence Coly erzählt im Gymnasium Gars von seiner Heimat Senegal

Im Dialog: (von links) Dr. Tobias Grill, Geschäftsführer Kreisbildungswerk Mühldorf, Lea Brenner, Theologiestudentin, Praktikantin bei Missio München, Abbé Fulgence Coly, Priester in der Casamance, Senegal, und Dekan P. Ulrich Bednara.
+
Im Dialog: (von links) Dr. Tobias Grill, Geschäftsführer Kreisbildungswerk Mühldorf, Lea Brenner, Theologiestudentin, Praktikantin bei Missio München, Abbé Fulgence Coly, Priester in der Casamance, Senegal, und Dekan P. Ulrich Bednara.
  • VonBruno Münch
    schließen

Über Bildung und speziell über die Zukunftsperspektiven von Jugendlichen in seinem Heimatland Senegal informierte Abbé Fulgence Coly, Priester und Caritasdirektor in der Region Casamance, etwa 60 Französisch-Schüler der Oberstufe des Gymnasiums Gars.

Gars – Coly, der zur Zeit im Auftrag von Missio München im Rahmen des weltweiten Monats der Weltmission Oberbayern bereist, erzählte seinem interessierten Publikum, dass er neben seiner Muttersprache mit sechs Jahren in der Grundschule Französisch und während seines Studiums auch Deutsch gelernt habe, damit er die Werke deutscher Theologen lesen konnte. Sehr zufrieden zeigten sich die veranstaltenden Lehrkräfte für Französisch, denn die Schüler machten regen Gebrauch von der Möglichkeit, Fragen zu stellen und so ihre Französischkenntnisse im Ernstfall zu erproben.

Lesen Sie auch: Wegen Steffi Graf zu spät zur Messe und Fan des FC Bayern: Ulrich Bednara ist ein besonderer Pater

In einer Abendveranstaltung des Kreisbildungswerks im Pfarrheim suchte Coly den Kontakt zur Pfarrgemeinde und damit zur Basis der deutschen Unterstützenden seiner Arbeit im Senegal. Die Region Casamanche gehöre zu den ärmsten im Land und das soziale Gefüge sei weitgehend zerstört, eine Folge kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Regierungstreuen, Rebellen und Separatisten. Flucht und Migration, Konflikte nach der Rückkehr in verlassene Dörfer würden Probleme bringen, sodass der derzeitige Zustand weder als Krieg noch als Frieden bezeichnet werden könne.

Breiten Raum nahmen multimedial vorgetragene Einblicke in die kirchliche Entwicklungsarbeit und in die Arbeit anderer Projekte ein, zum Beispiel zum Wiederaufbau von Häusern, zur Trinkwasser- und Sanitärversorgung, zu landwirtschaftlichen Projekten sowie zur Friedens – und Versöhnungsarbeit.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

In dem anschließenden Gespräch mit Abbé Coly entwickelte sich ein Gedankenaustausch zu übergreifenden Themen.

Das könnte Sie auch interessieren: Vor 50 Jahren schließen Redemptoristen in Gars ihre philosophisch-theologische Hochschule

Er bezeichnete beispielsweise das Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen im Senegal als modellhaft für den interreligiösen Dialog in Afrika. Dazu gehöre, dass die Angebote der Christen sich an alle richteten und so das Zusammenleben von 90 Prozent Muslimen mit fünf Prozent Christen und fünf Prozent Angehörigen anderer Religionen im Senegal unproblematisch sei. In Deutschland hätten Bildungseinrichtungen und die Erziehung die Aufgabe, für die Verständigung unter den Religionen einzutreten. Angesprochen auf seine Erwartungen an die Christen in Deutschland sprach er sich dafür aus, dass der bisherige Weg der Offenheit für die Menschen auf der ganzen Welt fortgesetzt werden müsse. Man müsse universal denken, sich gegenseitig zuhören, das christliche Vertrauen entwickeln und auch teilen.

Den Gedankenaustausch schloss Abbé Coly mit einem Gebet ab, zu dem er alle Anwesenden einlud.

Mehr zum Thema

Kommentare