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Georg Gäch übernimmt neues Amt

Politik aus dem Off: Ramerbergs Ex-Bürgermeister ist nun Vorsitzender der Wählergemeinschaft

Georg Gäch ist der neue Vorsitzende der Wählergruppe Neue Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg (NRL/FWG). Mit ihm kam Kathrin Riedl-Katterloher neu in den Vorstand.
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Georg Gäch ist der neue Vorsitzende der Wählergruppe Neue Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg (NRL/FWG). Mit ihm kam Kathrin Riedl-Katterloher neu in den Vorstand.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Als Bürgermeister wurde er abgewählt, doch Georg Gäch will trotzdem politisch weiter mitwirken – sozusagen aus dem Off. Nur eins schließt er aus: eine erneute Kandidatur.

Ramerberg – Bis vor zwei Jahren war Georg Gäch von der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft (NRL/FWG) noch Bürgermeister der Gemeinde Ramerberg. 24 Jahre war er insgesamt Gemeinderatsmitglied. Dann kam die Kommunalwahl 2020 und er musste sich seinem Kontrahenten Manfred Reithmeier von den Unabhängigen Wählern Ramerberg (UWR) geschlagen geben. Gäch wurde als Bürgermeister abgewählt, erreichte mit seinen Wählerstimmen lediglich ein Gemeinderatsmandat. Das trat er allerdings nicht an. Ein gutes Jahr nach der Wahl übernimmt er nun das Amt des Vorsitzenden der Wählergemeinschaft.

Schwierige Verhältnisse im Gemeinderat

Bisher hatte Petra Hölzle die Wählergruppe NRL/FWG als Vorsitzende geleitet. Nun stand satzungsgemäß eine Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl in Traudls Café an.

Hölzle berichtete von der Arbeit im Gemeinderat. Als besondere Herausforderung bezeichnete sie die Tatsache, dass acht neue Mitglieder des zwölfköpfigen Gremiums über keine kommunalpolitische Erfahrung verfügen würden und keine Kenntnisse über Vorgänge in der Vergangenheit hätten. Daher müssten sie sich verständlicherweise erst mit verwaltungsrechtlichen und -technischen Fachbegriffen, Abläufen und Gepflogenheiten vertraut machen, so Hölzle weiter. Angesichts der drängenden Probleme und strittigen Themen in der Gemeinde führe dies in den Sitzungen häufig zu Missverständnissen und langwierigen Diskussionen. Es sei schwierig, Vertrauen aufzubauen. Man wolle sich jedoch weiterhin dafür einsetzen, dass das Wohl der gesamten Gemeinde bei Entscheidungen im Mittelpunkt stehe und mit dem Geld der Bürger sorgsam umgegangen werde. Auch bleibe es das Ziel, durch Überzeugungsarbeit zumindest einige der Ideen im Laufe der Zeit zu verwirklichen, mit denen man als Wählergruppe angetreten sei, bestätigte Hölzle.

Nachfolger von Petra Hölzle

Neu in den Vorstand gewählt wurden Georg Gäch, der Petra Hölzle als erster Vorsitzender ablöst, und Kathrin Riedl-Katterloher als stellvertretende Vorsitzende. Konrad Fuchs wurde als weiterer Stellvertreter bestätigt. Max Jaroljmek trat sein Amt als Schriftführer an Petra Hölzle ab.

Die NRL/FWG will trotz der anhaltenden Pandemie mit den Menschen wieder besser ins Gespräch kommen. Daher wird ein offener Stammtisch eingerichtet, zu dem die Wählergruppe in regelmäßigen Abständen einladen wird. Zusätzlich ist geplant, über einzelne Themen, die die Menschen in Ramerberg bewegen, ausführlich zu informieren.

Die Jugend in die politische Arbeit einbeziehen

Angedacht ist auch, sich im nächsten Jahr am Ferienprogramm zu beteiligen. Einig waren sich die Anwesenden ebenfalls, dass es wichtig sei, auf die Jugendlichen im Ort zuzugehen und sie zu motivieren, in der Gemeinde mitzuwirken und Ideen einzubringen.

3 Fragen an Georg Gäch

Bereuen Sie heute, dass Sie Ihr Mandat als Ramerberger Gemeinderat nicht angenommen haben?

Georg Gäch: Diese Entscheidung sehe ich inzwischen mit gemischten Gefühlen. Einerseits kann ich mir heute genauso wie damals nicht vorstellen, mit den neuen Protagonisten im Gemeinderat zusammen zu arbeiten. Heute sehe ich diese Entscheidung andererseits manchmal in einem anderen Licht, vor allem, wenn ich höre, was im Gemeinderat so gesprochen wird. Mein „Elefantengedächtnis“ vergisst nichts und da würde ich dann schon gern das eine oder andere Mal direkt im Gemeinderat nachhaken. Eins ist aber sicher: Als Bürgermeister kandidiere ich nicht wieder.

Werden Sie dann jetzt als Vorsitzender der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft (NRL/FWG) die mahnende Stimme aus dem Off?

Gäch: Das ist eine Strategiegeschichte, dass sich unsere Gemeinderäte im Vorstand der Wählergruppierung aus der Spitze bewusst herausnehmen. Als neuer Vorsitzender werde ich aktiver werden und Anträge im Gemeinderat stellen. Der erste wird die Wasserversorgung in Ramerberg betreffen. Wir stellen beispielsweise in Kürze den Antrag, das Gewerbegebiet Sendling nach Westen hin zu erweitern. Da könnte man sich dann bei der Wasserversorgung eine neue Extraleitung sparen, die etwa 70.000 Euro kosten soll, was dann letztlich der Gebührenzahler tragen muss.

Haben Sie weitere Vorhaben in der Planung?

Gäch: Wir planen für den Herbst die Erstausgabe eines alternativen Gemeindeblattes. Außerdem wollen wir zu wichtigen Themen in unserer Gemeinde in ortsnahen Wirtshäusern jeweils einen informativen Stammtisch zum Meinungsaustausch durchführen. Ganz wichtig: die Jugend für die Ortspolitik zu sensibilisieren und zu interessieren. Eventuell lässt sich sogar ein kleines Jugendparlament einrichten. Wir wollen Ramerberg jedenfalls nicht spalten, sondern voranbringen.

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