80 Pflegeplätze für Senioren und Wohnraum für Mitarbeiter in Frabertsham geplant

Das bisherige Seniorenheim in Frabertsham soll nach den Plänen von Bauträger Primus Concept abgerissen und neu aufgebaut werden. Der Obinger Gemeinderat ist grundsätzlich dafür.
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Das bisherige Seniorenheim in Frabertsham soll nach den Plänen von Bauträger Primus Concept abgerissen und neu aufgebaut werden. Der Obinger Gemeinderat ist grundsätzlich dafür.

Das bestehende Seniorenheim in Frabertsham ist in die Jahre gekommen. Der Obinger Gemeinderat beschäftigte sich mit den Plänen für einen kompletten Neubau. Einstimmig zustimmend war sein Votum für das Großprojekt.

Von Inge Graichen

Obing – Mit neuen Plänen für das bestehende Seniorenheim in Frabertsham beschäftigte sich der Gemeinderat Obing in seiner jüngsten Sitzung. Für dieses Seniorenheim auf Obinger Gemeindegebiet stehen in nächster Zeit große Veränderungen an. Denn es ist in die Jahre gekommen und kann nur eingeschränkt den aktuellen Ansprüchen an Seniorenbetreuung nachkommen. Beispielsweise fordert das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz eine größere Zahl von Einzelzimmern, die im jetzigen Gebäude keinesfalls realisiert werden können.

Schwerpunkt: Betreuung an Demenz erkrankter Personen

Daher wird das Heim voraussichtlich einen neuen Eigentümer und einen neuen Betreiber bekommen, die das bestehende Gebäude abbrechen und ein neues errichten möchten. 80 Pflegeplätze sollen hier entstehen – mit den notwendigen Nasszellen, Nebenräumen und Wirtschaftsräumen – und zusätzlich Wohnraum für Mitarbeiter.

Für die Obinger Gemeinderäte stand nun die Frage an, ob sie die Neuerrichtung des Heims mit neuem Konzept grundsätzlich gut finden und die dafür notwendige Änderung des dort gültigen Bebauungsplans „Frabertsham-Nord“ in Aussicht stellen. Ohne diese ist die Realisierung des Projektes auch auf dem bereits als Sondergebiet ausgewiesenen Grundstück nicht möglich, da es wichtigen Vorgaben des bestehenden Bebauungsplans widerspricht, unter anderem hinsichtlich der Baugrenzen, der Geschoßzahl und der Gebäudehöhe.

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Auf Nachfrage einiger Gemeinderäte legte der für den Bauträger PRIMUS Concept GmbH tätige Planer Gregus das Konzept der erneuerten Einrichtung detailliert klar.

Er betonte betonte besonders, dass der Schwerpunkt dabei auf der Betreuung Demenzkranker liegen werde und die Kubatur des Gebäudes dies stark berücksichtige, die Größe des Seniorenheims aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich und die Unterbringungsmöglichkeiten für Mitarbeiter in Zeiten von Pflegekräftemangel sehr wichtig seien. Das seien auch die Erfahrungen des vorgesehenen Betreibers „Sympathia“ mit seinen schon bestehenden Pflegeeinrichtungen.

Bürgermeister Sepp Huber (FW) betonte, mit der Investition in das Seniorenheim werde ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region erhalten.

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Diskussionsbedarf gebe es über die Gestaltung insbesondere der für die Ansicht von der B 304 aus dominanten Westfassade und über die Deckung des Stellplatzbedarfs.

2. Bürgermeisterin und Seniorenbeauftragte Fanni Mayer (CSU) entgegnete auf Befürchtungen, die Kapazität des geplanten Seniorenheimes übersteige den Bedarf der einheimischen Obinger Bevölkerung, dass man ein weites Umfeld einbeziehen müsse. Laut Altenhilfeplan sei der Landkreis Traunstein insgesamt zwar im Moment mit Pflegeplätzen ausreichend versorgt, der Norden habe jedoch trotzdem Unterversorgung, weil sich im Süden des Landkreises die Pflegeheime konzentrierten. Das zeige sich auch in der derzeitigen vollen Auslastung des Josephihofes in Obing.

Kapazitäten frei: Bedarf der Obinger Senioren ist niedriger

Für die Lösung der Stellplatzfrage plädierten mehrere Gemeinderäte für die Einplanung und den Bau einer Tiefgarage. Hinsichtlich der Fassadengestaltung wurde darauf gedrängt, sich an den ortsprägenden Gebäuden in Frabertsham zu orientieren, beispielsweise dem ehemaligen Gasthof zur Post. Dafür sollen Varianten mit Giebel oder mit Walmdach vom Planer noch genauer ausgearbeitet werden. Einstimmig zustimmend war das Votum des Obinger Gemeinderates für das Projekt als Ganzes.

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