Bis Pfingsten keine Gottesdienste in Haag und Kirchdorf

Haag/Kirchdorf – In den Pfarrverbänden Haag und Kirchdorf wird es voraussichtlich bis Pfingsten keine öffentlichen Gottesdienste geben.

Die vorgeschriebenen Hygieneauflagen und Maßnahmen für den sogenannten „Corona-Gottesdienst“ können nicht gewährleistet werden, teilen die Verbände mit. „Außerdem gehören die Mesner zu den Risikogruppen.“ Für das persönliche Gebet sind die Pfarrkirchen weiterhin geöffnet. Am Donnerstag, 14. Mai, ist der Gedenktag der heiligen Märtyrin Corona. Die beiden Dekane Franz Eisenmann und Pfarrer Ulrich Bednara feiern an diesem Tag zusammen mit den Dekanatsratsvorsitzenden Christine Schmid und Klaus Schex einen Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Viktor und Corona. Dabei wird der Verstorbenen gedacht, für die in den letzten Wochen kein Requiem gefeiert werden konnte. Beim Gottesdienst werden zudem Corona-Kerzen geweiht. Anschließend bekommt jede Kirche im Landkreis eine von diesen Kerzen und stellt sie als Symbol für die Verstorbenen auf. Der Gottesdienst wird auf Youtube übertragen, der entsprechende Link steht in der Gottesdienstordnung. Für Menschen, die keine Möglichkeit haben, das Internet zu erreichen, liegt in den Kirchen der Text zum Mitfeiern aus.

Die Erzdiözese München und Freising hat mit der Staatsregierung ein Schutzkonzept für Gottesdienste abgestimmt. Viele Gläubige, aber auch die Seelsorger hatten ihre Erwartungen, die laut Mitteilung der Pfarrverbände Haag und Kirchdorf „zum großen Teil nicht erfüllt wurden“. So trafen sich die Pfarrer des Landkreises Mühldorf und tauschten sich über das Schutzkonzept aus. Die Geistlichen seien skeptisch, wie sich die Vorgaben für öffentliche Gottesdienste umsetzen lassen, heißt es.

In vielen Kirchen sei es schwer, die Regeln zu realisieren. Unter anderem sind zwei Meter Abstand beim Sitzen und Gehen gefordert. Einige Gotteshäuser sind aber sehr klein, haben nur einen Mittelgang und keine Seitengänge. Oft mangele es an der Anzahl der Zugänge, da Ein- und Ausgang getrennt sein müssen. Daher lassen sich die Vorgaben nur unterschiedlich umsetzen, beziehungsweise in vielen kleineren Kirchen kaum bis gar nicht.

Zum Gottesdienstmit Eintrittskarte

Zudem muss sich jeder Gottesdienstteilnehmer vor seinem Besuch anmelden oder eine Eintrittskarte abholen, sonst ist eine Teilnahme nicht möglich. Weitere Bedingung: Den Einlass, die Zuweisung zum Platz und die Einhaltung der Bestimmungen muss ein Ordnungsdienst überwachen. Dieser darf nicht der Risikogruppe angehören. Gläubige dürfen nur an eigens gekennzeichneten und zugewiesenen Plätzen sitzen. Während des Gottesdienstes sowie beim Betreten und Verlassen der Kirche ist eine Mund-Nase-Schutzmaske zu tragen. Dies gilt ab dem siebten Lebensjahr. Die Masken sind selbst mitzubringen. Wenn gesungen wird, ist ein eigenes, selbst mitgebrachtes Gotteslob erforderlich. Lautes Singen ist nicht erwünscht. Zudem dürfen nur Gesunde am Gottesdienst teilnehmen.

Weitere Informationen finden sich in den Gottesdienstanzeigern, die weiterhin in den Pfarrkirchen ausliegen und im Internet.

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