Pfarrkirche St. Leonhard in Schnaitsee hat einen neuen Altar

Das Aufstellen des neuen Volksaltars in der Schnaitseer Pfarrkirche Sankt Leonhard war für die Mitarbeiter der Transportfirma eine echte Herausforderung.
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Das Aufstellen des neuen Volksaltars in der Schnaitseer Pfarrkirche Sankt Leonhard war für die Mitarbeiter der Transportfirma eine echte Herausforderung.

Die Schnaitseer Pfarrkirche Sankt Leonhard hat einen neuen Altar. Der Einbau war eine Herausforderung.

Von Josef Unterforsthuber

Schnaitsee– Seit 2010 läuft die Innenrenovierung der Pfarrkirche Sankt Leonhard im Schnaitseer Pfarrverband. Nach der Rastauration der wertvollen Kunstwerke und der Raumschale beendet nun die Altarraumgestaltung die umfassenden Arbeiten. Als einer der letzten Punkte wurde die Installation eines Volksaltars und damit der Ersatz für das Provisorium aus Schichtplatten vollzogen.

Ende der 1960er Jahre, nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, entstand die kirchliche Vorschrift, dass der Hauptaltar künftig, also bei Neu- und Umbauten, „freistehend“ zu errichten ist. Die ausdrücklich genannten Ziele waren, dass der Priester den Altar leicht umschreiten und außerdem an ihm zum Volke hin zelebrieren kann.

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Das erklärte Ziel der Liturgiereform war damit nicht die Restauration einer historischen Situation des Kirchenbaus, sondern die Aufmerksamkeit Gläubigen zu erhalten und sie entsprechend dem Grundprinzip bewusst und tätig am Gottesdienst teilnehmen zu lassen.

Um dieser Vorschrift genüge zu leisten, war vor gut 50 Jahren der provisorische Volksaltar in Sankt Leonhard aufgestellt worden.

Den neuen Altar hat der Münchner Künstler und Bildhauer Werner Mally gestaltet. Als Material wurde Auerkalk aus Kehlheim ausgewählt. Aus diesem rund 150 Millionen Jahre alten Gestein wurden auch die Befreiungshalle und die Walhalla gebaut.

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Mally ist in Karlovy Vari in Tschechien geboren, kam 1966 nach Deutschland und studierte Anfang der 1980er Jahre Bildhauerei an der Akademie für bildende Künste in München.

Der spezielle Stein aus dem Altmühltal wurde von der Kirchenverwaltung ausgesucht.

Nicht ganz einfach war der Transport vom Lkw in die Kirche. Einen ganzen Tag verbrachten die Handwerker unter Mithilfe der Kirchenverwaltung mit der Aufstellung des neuen Volksaltars. Sogar eine Art Hebegerüst musste dafür aufgebaut werden.

Laut Leonhard Hangl und Peter Gäßl von der Kirchenverwaltung kann jedoch die feierliche Einweihung wegen der Corona-Pandemie erst zu gegebener Zeit stattfinden.

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