GUTE NACHRICHEN VOM KÄMMERER

Pfaffings Schulden schrumpfen

Zwei Millionen Euro Schulden standen Rücklagen in Höhe von zwölf Millionen Euro gegenüber.
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Zwei Millionen Euro Schulden standen Rücklagen in Höhe von zwölf Millionen Euro gegenüber.
  • vonKarlheinz Günster
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Nur auf das Notwendige beschränkte sich der Rechnungsprüfungsausschuss bei seiner Arbeit, als es um die Jahresrechnung aus dem Jahr 2019 ging. Durch Corona, erklärte Kämmerer Bernhard Koblechner, habe man bei der gemeinsamen Prüfung auf Abstände untereinander achten müssen.

Pfaffing – Daher fiel die Zahl der Stichproben geringer aus als sonst üblich.Beanstandungen gab es keine.

Unter dem Vorsitz von Gemeinderat Günther Tarantik (FWF) prüften Julia Fink (FWG), Josef Reich (ÜWG) und Maximilian Wegmaier (UBG) Belege und Vorgänge. Festgehalten wurde dabei ein Überschuss in der Abwasserentsorgung von 21 700 Euro, der ein vorangegangenes Guthaben auf 103 000 Euro anhob. Das werde sich auf die kommende Gebührenkalkulation auswirken und könnte sogar zu einer Senkung der Beiträge führen, erklärte der Kämmerer. Geprüft wurden außerdem die Schulden der Gemeinde, die von 2,1 Millionen Euro auf gut 1,9 Millionen Euro verringert haben. Bei den Rücklagen sei man erfreulicherweise von Negativzinsen verschont geblieben und habe fast 16 000 Euro Zinsen einnehmen können.

Wärmeverlust von zehn Prozent

Den Prüfern fiel außerdem auf, dass es bei der gemeindlichen Nahwärmeversorgung bei der Schule einen Wärmeverlust von zehn Prozent gibt, was aber nicht weiter verfolgt werden soll.

Ohne Beanstandung sind auch die weiterverrechneten Stundenlohnsätzen der Gemeindearbeiter betrachtet worden. Günther Tarantik ergänzte noch, dass je Beleg in der Verwaltung drei Unterschriften erforderlich seien, im Jahr seien es etwa 5000 dieser Vorgänge. Das könnte mit Betragsobergrenzen einfacher werden, indem etwa der Bürgermeister nur noch höhere Summen genehmigen muss und Mitarbeiter einen eigenen Entscheidungsrahmen für ihre Ausgaben bekommen.

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Geordnete Finanzlage

Verschoben hat sich die Einführung der digitalen Eingangsrechnung, die sei ab 2023 Pflicht. Die technischen Voraussetzungen seien vorhanden, Schulungen aufgrund von Corona verschoben worden. Insgesamt ist die Finanzlage der Gemeinde als geordnet bezeichnet worden.

In der Jahresrechnung kam der Verwaltungshaushalt auf ein Volumen von 8,6 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf 4,5 Millionen Euro. Der Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt betrug fast 2,1 Millionen Euro. Die Rücklagen kletterten auf insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro. Dem gegenüber standen Schulden in Höhe von fast zwei Millionen Euro bei sinkender Tendenz. Einstimmig fielen die erforderlichen Beschlüsse, darunter auch der zur Entlastung der Verwaltung.

Einbußen bei der Gewerbesteuer

Zur aktuellen Haushaltslage berichtete Kämmerer Koblechner von Ausgleichszahlungen des Staates zur Gewerbesteuer. In Pfaffing gehe es um voraussichtlich 897 000 Euro Mindereinnahmen. Weil der von der Regierung bereitgestellte Rahmen von den Gemeinden jedoch nicht ausgeschöpft wurde, sei das Geld frei unter den Gemeinden verteilt worden, was Pfaffing 24 000 Euro bescherte.

Es habe keine Maßgabe dafür gegeben, etwa um zu investieren, erfuhr Zweite Bürgermeisterin Monika Kaspar (UBG) auf ihre Frage, man könne es auch „aufs Sparbuch tun“, antwortete der Kämmerer.

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