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Bücher lieben lernen

Pfaffinger Grundschüler bekommen einen Leseclub

Lesen macht Spaß, manchmal benötigen Kinder ein wenig Förderung. Die soll ein Leseclub in Pfaffing bieten.
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Lesen macht Spaß, manchmal benötigen Kinder ein wenig Förderung. Die soll ein Leseclub in Pfaffing bieten.
  • VonKarlheinz Günster
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Lesen ist wichtig für das Lernen – und für den Schulerfolg. Doch immer mehr Kinder haben keinen emotionalen Zugang zu Büchern. In Pfaffing will ein Leseclub das ändern.

Pfaffing – Die Pfaffinger Grundschule beantragt einen Leseclub für sechs- bis zwölfjährige Kinder bei der „Stiftung Lesen“. Dafür machte sich die Rektorin Daniela Kunerl stark. Der Aufwandsträger, die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pfaffing, stimmte geschlossen zu.

Die „Stiftung Lesen“ mit Sitz in Mainz verfolgt die Vision, dass alle Menschen lesen können und unterstützt Schulen. Der Umstand, dass sich immer weniger Kinder und Jugendliche gerne in Bücher vertiefen, bereite Sorge, so die Stiftung. Das gute Lesen erleichtere auch den Zugang zu einem erfolgreichen Berufsleben.

VG als Kooperationspartner

Dafür gibt es von dieser Stiftung Material in Form von Büchern, Zeitschriften oder auch elektronischen Medien im Wert von insgesamt 5000 Euro als Grundausstattung. Die Schule stellt dafür einen Raum zur Verfügung und übernimmt die Organisation. Sie benennt auch einen Kooperationspartner, in dem Fall ist das die VG als Kostenträger der Schule.

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Rektorin Kunerl unterstrich die Notwendigkeit dieses neuen Angebots. Denn auch in Pfaffing nehme die Freude am Lesen als Folge der digitalen Medien ab. Zudem kümmere man sich mit steigender Tendenz um Kinder mit Migrationshintergrund, die Probleme mit der deutschen Sprache hätten und diese Art von Unterstützung gut gebrauchen könnten. Insgesamt rechnet sie bei 240 Kindern an der Schule mit etwa 15 bis 20 Teilnehmern, die so ein Angebot regelmäßig nutzen werden.

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Gebraucht würden nun Ehrenamtliche, die mit den Kindern zweimal die Woche für je eine Stunde lesen. Die Teilnahme sei freiwillig. Auch mit Spielen sollte das Thema Lesen kreativ angegangen werden. Engagierte Omas und Opas könnten sogenannte Lesepaten werden. Auch Eltern oder Jugendliche sind willkommen, ein solches Amt zu übernehmen. Es liege dabei an der Schule, diese Lesestunden zu organisieren. Auf die Gemeinde kommen keine Kosten zu.

Eine Aufwandsentschädigung für Freiwillige würde in diesem Jahr von der Stiftung noch in Aussicht gestellt. Fließe diese nächstes Jahr nicht mehr, erklärte die Rektorin auf Nachfrage der Räte, sehe sie aber kein Problem, denn „die Freiwilligen machen das nicht wegen dem Geld, sondern weil sie gerne mit Kindern arbeiten und ihnen das Lesen wichtig ist“. Der VG-Rat wollte letztlich bei der Aufwandsentschädigung nicht einspringen.

Auch für Albaching denkbar

Auf Nachfrage von Albachings Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) stellte die Rektorin in Aussicht, bei Bedarf und wenn sich ein Lesepate findet, auch im Albachinger Schulhaus einen Leseclub anzubieten. Weitere Fragen betrafen eine Zusammenarbeit mit den Büchereien in beiden Gemeinden, worüber man aber erst noch mit den Büchereien sprechen müsse, erklärte Kunerl. Die Notwendigkeit einer solchen Unterstützung hob Ratsmitglied Tobias Forstner (ÜWG Pfaffing) hervor, es gelte dabei auch, den „Problemen mit dem Sozialverhalten“ der Kinder aufgrund der Corona-Einschränkungen zu begegnen. Weitere Fragen betrafen organisatorische Details. Der Beschluss, die Räume dafür zur Verfügung zu stellen, fiel einstimmig.

kg

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