Pfaffinger Frauengemeinschaft darf wegen Corona nicht tagen, hat aber 4000 Euro zu verschenken

Freuen sich, dass sie auch in Zeiten wie diesen Gutes tun können: Romy Bayer, Heidi Zollner, Monika Reich (2. Vorsitzende) und Marika Maisch (von links) von der Frauengemeinschaft Pfaffing.

Die Corona-Pandemie zwang die Frauen-Gemeinschaft Pfaffing ihre Jahreshauptversammlung ausfallen zu lassen. Sie ist nun auf unbekannte Zeit verschoben. Doch die Mitglieder machten das Beste daraus und setzten einen Tagesordnungspunkt sofort um: 4000 Euro werden gespendet.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing – Leicht fiel die Entscheidung nicht, aber die Absage war unvermeidlich. Zum Einen aufgrund des Ausgangs- und Versammlungsverbotes wegen der Corona-Pandemie und zum Anderen für den Schutz der Teilnehmer. Doch die Pfaffinger Frauen stellten nicht alles zurück. Vorsitzende Christine Schwarzenböck erklärte den Beschluss der Vorstandsmitglieder, jetzt zu spenden und nicht bis zur nächsten Versammlung zu warten. Denn die Hilfe werde vermutlich vor allem jetzt und nicht später gebraucht.

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Das sind: 1000 Euro für die Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer in Bayern, 1000 Euro für die Bürgerhilfe vor Ort, weil die sich intensiv um bedürftige Bürger in und um Pfaffing kümmern, 1000 Euro an das Ambulante Kinderhospiz in Rosenheim, welches schnell und unbürokratisch Familien in Notsituationen in der Region Südost-Bayern unterstützt und jeweils 500 Euro an den Kinderschutzbund Rosenheim und den in Ebersberg, weil sich beide für Kinder, Jugendliche und Eltern einsetzen.

Wie kam das Geld herein? Das seien Erlöse aus Veranstaltungen wie dem Weiberfasching, dem Verkauf von Adventskränzen, von Kaffee und Kuchen am Patrozinium sowie beim Pfarrfest. Hinzu kommen Einnahmen aus den Frühjahrs- und Herbst-Kleidermärkten rund ums Kind. „Heuer war es besonders viel“, so die Vorsitzende. Stets unterstütze man damit regionale Einrichtungen. „Viele ehrenamtliche Hände“ hätten dazu beigetragen.

Erlöse aus Beiträgen und Veranstaltungen

Auch ein Teil der Jahresbeiträge von gut 140 Mitgliedern – Tendenz leicht steigend – fließt dabei mit ein. Ein besonderer Dank, erklärte Vorsitzende Schwarzenböck, gehe dabei an die Frauen, die Kuchen gebacken und gespendet haben und die vielen Helfer. Das sei kein „harter Kern, sondern durchweg immer andere Frauen.“ Ob das Ergebnis im kommenden Jahr auch so gut ausfallen wird, ist noch völlig offen. Denn bereits abgesagt und damit weggefallen ist das Osterbasteln Mitte März. Geplant aber „noch offen“ sind die kommenden Veranstaltungen im Jahr. Dazu zählen die Kräuterwanderung Ende April in Frauenbründl, im Mai ein Ausflug zum Moyer-Hof in Aschau und die Maiandacht, das Pfarrfest im Juli, das Ferienprogramm im August und eine Radtour im September sowie der „Markt rund ums Kind“ im Oktober.

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