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Neuer Hochbehälter für die VG Pfaffing

Pfaffing und Albaching planen Kreditaufnahme in Höhe von 1,7 Millionen Euro

Die Tage des Hochbehälters in Stauden sind gezählt.
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Die Tage des Hochbehälters in Stauden sind gezählt.
  • VonKarlheinz Günster
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Die Verwaltungsgemeinschaft hat viel vor: Eins der größten Projekte wird die Errichtung eines neuen Hochbehälters für 2,6 Millionen Euro sein. Dafür gibt es keine staatlichen Zuschüsse – aber verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, die auch die Bürger betreffen werden.

Pfaffing – Die Pfaffinger Verwaltungsgemeinschaft, dazu gehört auch Albaching, hat in ihrer jüngsten Sitzung ihren Haushalt verabschiedet. Die Zahlen beinhalten nicht nur die Verwaltung, auch die Schule und die Wasserversorgung gehören dazu.

Um alle Investitionen durchführen zu können, ist eine Kreditaufnahme von über 1,7 Millionen Euro eingeplant. Weil die Einnahmen des Verwaltungshaushaltes im laufenden Betrieb die Ausgaben nicht decken, ist eine Verwaltungsumlage erforderlich. Die stieg um 196.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro. Das bedeutet je Einwohner 208 Euro und damit 31 Euro mehr als im Vorjahr. Die Gründe für diese Steigerung liegen neben anderem in höheren Personalkosten, darunter der neuen Stelle eines IT-Administrators.

Erhebung ist die bessere Variante

Neu ist daher in diesem Jahr eine Investitionsumlage mit 50 000 Euro, die je Einwohner 8,33 Euro entspricht. Die ist für den Vermögenshaushalt gedacht und ist zuletzt vor 22 Jahren erhoben worden. Diese Erhebung wird von der Kämmerei als bessere Variante gegenüber einer Reduzierung der Rücklage empfohlen. Die sinkt um 160 000 Euro.

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Zu den geplanten Investitionen zählen vor allem Anschaffungen in der EDV mit Aktualisierungen der Computertechnik, darunter ist der Kauf eines Lesegeräts für ausländische Dokumente, außerdem Schreibtische und Registratur-Schränke.

Der Verwaltungsaufwand für die Schule ist mit 597 000 Euro angesetzt, das ist eine Steigerung um 35 000 Euro, überwiegend in Folge von höheren Personalkosten. Weil an Einnahmen, hauptsächlich durch Zuschüsse, 119 000 Euro eingehen, ist der ungedeckte Rest auf die Gemeinden entsprechend der 227 Schüler mit jeweils 2106 Euro umzulegen. Im Bereich der Schule ist auch die 35 000 Euro teure Mittagsbetreuung mit einem ungedeckten Bedarf von 8650 Euro enthalten. Zu den Investitionen zählen Tafeln, Tablets, der weitere Dachgeschossausbau und eine Verbesserung der Infrastruktur für 150 000 Euro. Daraus folgt ein umzulegende Investitionssumme mit 113 000 Euro.

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Keine Auswirkung auf die VG-Umlage hat die Unterdeckung der Wasserversorgung mit 52 800 Euro im Verwaltungshaushalt, das Geld kommt aus der Sonderrücklage Wassergebühren. Im Vermögenshaushalt hingegen steht der Erwerb von Grundstücken in Höhe von 20 000 Euro an, dann der Wasserleitungsbau mit 100 000 Euro, die Sanierung der Wasserleitung in der Ortsdurchfahrt von Albaching mit 260 000 Euro, die Erschließung von Baugebieten mit 220 000 Euro, der Einbau einer Überwachung mit 30 000 Euro und als größte Summe sind 2,6 Millionen Euro für den Bau des neuen Hochbehälters genannt.

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Bis ins Jahr 2025 reicht der Finanzplan, der neben Erschließungen eben auch den Neubau des Hochbehälters umfasst. Weil es dafür keine Zuschüsse gibt, sei ein Verbesserungsbeitrag der Verbraucher absehbar. Immerhin werde ein Kredit über 1,7 Millionen Euro aufgenommen, so war in der Sitzung zu hören.

Die neun Gemeinschaftsräte waren einstimmig für den Haushalt und den Finanzplan.

Nachgefragt bei Kämmerer Bernd Koblechner: Was ist ein Verbesserungsbeitrag?

Im Zusammenhang mit der Finanzierung des neuen Hochbehälters fiel in der jüngsten VG-Sitzung das Stichwort „Verbesserungsbeitrag“. Unsere Heimatzeitung fragte bei Kämmerer Bernd Koblechner in Pfaffing nach, was es damit auf sich hat.

Verbesserungsbeiträge können von einer öffentlichen Einrichtung erhoben werden, wenn sie beispielsweise wie in der VG einen neuen Hochbehälter anschafft. Die Investition in die neue Anlage wird für die rund 1800 angeschlossenen Anwesen eine Verbesserung in der Wasserversorgung bedeuten, erklärt Bernd Koblechner. Ein Verbesserungsbeitrag könnte deshalb – für bebaute oder bebaubare, gewerblich genutzte oder gewerblich nutzbare Grundstücke, wenn sie an die Wasserversorgung angeschlossen sind, oder, wenn ein Recht zum Anschluss an die Wasserversorgungseinrichtung besteht – erhoben werden. Sie müssten dann für ihren Mehrwert zahlen, erklärt Koblechner. Ob es aber dazu kommen wird, stehe noch längst nicht fest. Der Kämmerer verweist darauf, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, den 2,6 Millionen Euro teuren Hochbehälter zu finanzieren. Man könne dazu auch die Wassergebühr erhöhen, und eine Kombination aus Gebührenanhebung und Verbesserungsbeitrag sei ebenfalls denkbar. Über all diese Möglichkeiten werde der VG-Rat beraten und dann letztendlich auch abstimmen. Dazu brauche es aber vorher noch erste Ergebnisse der laufenden Ausschreibungen. Erst wenn etwa 80 Prozent der Maßnahmen vergeben sind, lasse sich eine Grobkalkulation erstellen, „bei der wir nicht direkt im Nebel herumstochern“, erklärt Koblechner.Petra Maier

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