Pfaffing und Albaching beschließen: Zu viel gezahlte Umsatzsteuer wird verrechnet

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Die vom Bund festgelegte befristete Umsatzsteuersenkung ab 1. Juli bis Ende des Jahres ist für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pfaffing-Albaching im Abrechnungsbereich der Wasserversorgung offenbar kein einfacher Vorgang.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing/Albaching – Das wurde in der Sitzung des VG-Gemeinschaftsrates deutlich.

Auslöser für die Beratung zu diesem Thema war eine frühere Anfrage von Gemeinderat Klaus Wagenstetter (FWF). Die Wasserversorgung für Pfaffing und Albaching ist Sache der VG und die rechnet für das Kalenderjahr ab. Es war darüber zu entscheiden, ob es zum Juli eine Zwischenablesung geben soll.

Bayerischer Gemeindetag nimmt Stellung

Als Grundlage der Entscheidung dazu diene auch eine Stellungnahme des Bayerischen Gemeindetags, hieß es in der Sitzung. Der Gemeindetag vertrete die Ansicht, dass der letzte Tag der Wasserlieferung dafür ausschlaggebend ist, welcher Steuersatz zur Anwendung gelangt. Der sei für die VG am Jahresende. Somit war eine Ablesung der Wasserzähler Ende Juni nicht erforderlich, wie es in der Sitzung hieß. In Zahlen bedeute das fünf statt sieben Prozent Umsatzsteuer für den Wasserbezug von Januar bis Dezember 2020, auch wenn der Abrechnungsbescheid erst später im kommenden Jahr eintreffe.

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Das soll keinen Einfluss auf die unveränderten Abschlagszahlungen haben, die zuviel gezahlte Umsatzsteuer wird verrechnet. Wer etwa als Unternehmer selbst Umsatzsteuer als Vorsteuer berücksichtigen kann, könnte das nach dem geltenden Satz tun.

Keine Zwischenablesung

Und noch eine Eventualität: Bei einem Verkauf eines betroffenen Anwesens gilt der Steuersatz des Wechsels. Grundsätzlich zählt dabei immer der Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht wurde, hieß es am Ratstisch.

Zu Beschließen hatte das Gremium lediglich, dass die VG keine Zwischenablesung durchführt und es daher bei einem Abrechnungszeitraum bleibt. Der Beschluss dazu fiel einstimmig.

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