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SPD lud zum Stammtisch und viele folgten der Einladung

Petition gegen Mülldeponie

Wasserburg - Die geplante Mülldeponie in der Odelshamer Au war Thema des politischen Stammtisches, zu dem die Wasserburger SPD ins Betreuungszentrum geladen hatte und zu dem rund 40 Bürgerinnen und Bürger kamen. Am Ende fand dann die Idee einer Petition an den Bayerischen Landtag gegen die geplante Deponie breite Zustimmung.

Gert Graedler, Vorsitzender des Bund Naturschutz bei der Ortsgruppe Wasserburg, erklärte sich bereit, die Vorgehensweise von Experten des Bund Naturschutzes prüfen zu lassen und dann auf den Weg zu bringen.

Der Wasserburger Ortsverein der SPD kündigte an, das Vorhaben nach Kräften zu unterstützen.

Bei vielen Wasserburgern stößt die geplante Deponie auf Widerstand. Insbesondere die mögliche Einlagerung von Asbest sorgt für Beunruhigung, was sich beim politischen Stammtisch des SPD-Ortsvereins im Betreuungszentrum deutlich zeigte.

SPD-Ortsvorsitzender Wolfgang Janeczka erläuterte den aktuellen Sachstand. Im August 2010 habe die Regierung von Oberbayern das Raumordnungsverfahren für das Bauvorhaben der Firma Zosseder eingeleitet. 22 Behörden, Institutionen und Kommunen hätten Stellungnahmen abgegeben. Die Stadt Wasserburg habe damals, anders als die Gemeinde Babensham, das Vorhaben abgelehnt. Aus landesplanerischer Sicht hätten sich keine Bedenken ergeben.

"Jetzt läuft das Planfeststellungsverfahren", führte Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl weiter aus. Das sei für Deponien nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz notwendig und mit einer Baugenehmigung vergleichbar, so Kölbl. Auch dazu habe sich die Stadt Wasserburg erneut dagegen ausgesprochen. Als Nächstes folge das Anhörungsverfahren, wo die eingebrachten Vorbehalte erörtert würden. Bekomme dann die Firma Zosseder weiter grünes Licht, würden in den nächsten 14 Jahren rund 580 000 Tonnen mineralische Reststoffe wie Aschen, Aushubmaterial und asbestbelasteter Bauschutt endgelagert.

Bedenken nicht nur wegen Asbest

Besonders der Begriff Asbest sorgte in der Diskussion neben Bedenken zum Landschaftsschutz und zu den bislang unzureichenden Zufahrtswegen weiterhin für Zündstoff. Bürgermeister Kölbl stellte klar, dass der von einigen Zuhörern geforderte Bürgerentscheid in Wasserburg nichts bringen werde. Der hätte schon von der Gemeinde Babensham als Entscheidungsträger initiiert werden müssen. Denn dort liege die Deponie, auch wenn sich die Grenzen zu Wasserburg und damit Kläranlage, das Wasserburger Krankenhaus und die Altstadt im Nahbereich befinden.

Keineswegs einverstanden mit der Deponie ist der Babenshamer Roger Diller. Er ist überzeugt, dass sich der Widerstand direkt in seiner Gemeinde formieren müsse. "Die Babenshamer und ihr Gemeinderat aber sehen das Thema bislang gelassen", so Diller. Man sei sich der Dimension vielleicht auch nicht bewusst, ergänzte eine Babenshamer Bürgerin.

Intensiv war die Diskussion zwischen Bürgermeister, SPD-Stadträten und den zahlreichen Gästen, wie das Vorhaben noch zu stoppen sei. wj

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