Parkplatzrodung für DK1-Deponie

Leserbrief zum Artikel „Werden Straßen nicht sperren können“:

Wie im Artikel richtig dargestellt, hat der Gemeinderat von Babensham von den Bürgern den Auftrag, die geplante DK1-Deponie in Odelsham mit allen Mitteln zu verhindern.

Immer wenn ein Antrag in diese Richtung im Babenshamer Gemeinderat beraten wird, kommt die mögliche Zufahrt zur Deponie durch Odelsham als drohendes Schreckgespenst auf den Tisch.

Genau dieses Szenario wurde aber bereits im vorgelagerten Raumordnungsverfahren ausgeschlossen, und dagegen wird die Regierung von Oberbayern keine Genehmigung erteilen.

Ohne die Zufahrt von der B304 aus, wird eine Genehmigung der Deponie wegen fehlender verkehrstechnischer Erschließung sehr schwierig – und das sollte das Ziel laut oben angeführten Bürgerauftrag sein.

Wenn man also tatsächlich etwas verhindern will, so reicht es sicher nicht, „mögliche Vorteile nicht zu verspielen“, denn dies beinhaltet ja, dass man das Vorhaben insgesamt duldet.

Der Rodung für die Verlegung des Parkplatzes aus Gründen der Verkehrssicherheit zuzustimmen, ist praktisch eine Zustimmung zur Deponie, da das Argument der Verkehrssicherheit ganz offensichtlich vorgeschoben ist.

Das Staatliche Bauamt würde den Parkplatz nie verlegen, wenn die Firma Zosseder das nicht wegen der Zufahrt zur geplanten Deponie kostenlos anbieten würde.

Ich würde erwarten, dass die Gemeinde Babensham und die Stadt Wasserburg tatsächlich einmal etwas gegen die Genehmigung der Deponie unternehmen würden. Bisher höre ich nur „nicht zuständig“, „können nichts tun“, „Vorteile nutzen“. Sehr kreativ ist das nicht! Zum Schluss noch der Hinweis an die Autoren: Die Einlagerung von asbesthaltigen Stoffen könnte nicht nur eingelagert werden, es ist konkret geplant.

Liane Liebhaber-Keser

Babensham

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