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Haus der Braut in Haag: Andja Bakula hat im Lockdown 100 Prozent Umsatzeinbußen

Andja Bakula vom Haus der Braut in Haag.
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Andja Bakula vom Haus der Braut in Haag.

Andja Bakula (47) aus München führt gemeinsam mit ihrem Ehemann seit sieben Jahren das Brautmodengeschäft „Haus der Braut“ in Haag bei Wasserburg. Seit Beginn des Lockdowns im Dezember hat sie 100 Prozent Umsatzeinbußen. Jetzt sieht sie ihre eigene Existenz und die ihrer 23 Mitarbeiterinnen bedroht. 

Haag – So schildert sie ihre Situation selbst: „Man ist es gewohnt, fleißig zu sein und zu kämpfen. Nun ist es aber so, dass einem die Hände gebunden sind und man das Gefühl hat, man ist im Flugzeug ohne Pilot im freien Fall, der versprochene Fallschirm entpuppt sich als Werbespielzeug.

Wir können auch kein Click und Collect anbieten, da niemand ein Brautkleid oder einen Hochzeitsanzug ohne Beratung kauft.

Andja Bakula, Haus der Braut in Haag

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Die komplette Hochzeitsbranche steht vor einem riesigen Abgrund. Seit März 2020 findet kein Abschlussball oder Anlass statt, wofür man Abendkleider kaufen kann. Hochzeiten wurden entweder abgesagt, verschoben oder im kleinsten Kreis gehalten. Vor dem ersten Lockdown haben wir Ware für den Herbst bestellt, ganze Kollektionen von renommierten Herstellern. Im Herbst kam die Ware an und musste bezahlt werden.

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Mitte Dezember mussten wir dann aber komplett schließen. Wir können auch kein Click und Collect anbieten, da niemand ein Brautkleid oder einen Hochzeitsanzug ohne Beratung kauft. Online-Gutscheine werden kaum angenommen, da Brautpaare nicht wissen, ob Sie 2021 heiraten können.“

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