Ostern in der Corona-Krise: Wasserburgs Kirchen schlagen kreative Wege ein

Die Stadt Wasserburg hat ein Osterwochenende erlebt, das so ganz anders war als gewohnt – und doch vielerorts voller Freude und Hoffnung gefeiert wurde, auch wenn viele Familien nicht zusammenkommen konnten und Gottesdienste ausfielen.

Die Auferstehung Jesu als zentrale Osterbotschaft zu feiern, stellte heuer die Kirchen vor ein Problem. Denn Gottesdienste durften nicht stattfinden oder wurden nur online gefeiert. Trotzdem boten die Gotteshäuser Raum für Gebet sowie stille Einkehr: In der Pfarrkirche St. Jakob oder im Burgerfeld in St. Konrad war ein kleiner Meditationsaltar für alle Besucher aufgebaut worden – liebevoll dekoriert mit Blumenarrangements und Kerzen.

Eine besondere Idee, die Osterbotschaft den Menschen nahezubringen, war am Ostersonntag zur gewohnten Gottesdienstzeit vor der evangelischen Christuskirche zu beobachten. Pfarrerin Cordula Zellfelder hatte die Osterkerze mit einem kleinen improvisierten Altar mit der schriftlichen Botschaft von der Auferstehung unübersehbar vor der Kirchentüre aufgebaut. Das Osterfeuer brannte zwar einsam in der Wiese, aber musikalisch machte die Pfarrerin zur üblichen Gottesdienstzeit auf diesen Altar aufmerksam, auf dem kleine Osterkerzen zum Mitnehmen für die Vorbeikommenden platziert waren. Danach wanderte das Arrangement in den Kirchenraum. Mit Pflasterkreide war zudem deutlich der Weg aufgezeichnet worden, den mögliche Besucher der Kirche auf ihrem Sonntagsspaziergang einschlagen konnten. Unübersehbar direkt an der Surauerstraße stand in Kreide deutlich zu lesen: „Christus ist auferstanden“. Rieger

Kommentare